In den 80er Jahren gehören fast 180 Schiffe zur Handelsflotte, dazu kommen noch über 100 Fischereischiffe. 10 000 Mann Besatzung fahren jetzt zur See. Im Fernsehen werden maritime Unterhaltungssendungen präsentiert.
Den Daheimgebliebenen verschweigt man jedoch; dass die "Traumschiffe der DDR" auch regelmäßig an westliche Reiseveranstalter vermietet werden, dass sich auf großer Fahrt immer wieder Fluchtversuche ereignen, dass die Fischfangergebnisse schon Ende der 70er Jahre schlechter werden und die strahlende DDR-Flotte immer mehr an Glanz verliert.
Für die DDR sind die Voraussetzungen, eine Seefahrernation zu werden, denkbar ungünstig. Am Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es auf dem Territorium der sowjetischen Besatzungszone kein einziges fahrtüchtiges Schiff. Die Hafenanlagen von Rostock, Stralsund, Wismar und Saßnitz sind größtenteils zerstört. Was noch funktioniert, wird als Reparationsleistung von der Sowjetunion abgefordert. Vom Aufstieg und Niedergang der DDR als Seefahrernation erzählt die zweiteilige Dokumentation „DDR ahoi!“.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 03.01.2017 um 22:50 Uhr auf MDR.