Im 16. Jahrhundert, kurz nach der Entdeckung von Amerika, wird die Welt dominiert von einem mächtigen Imperium mit dem katholischen Fanatiker Philipp II. an der Spitze. Er wird herausgefordert von Elizabeth I., der Herrscherin eines kleinen Seefahrerstaats. Es geht um nichts weniger als die zukünftige Ordnung der Welt.
Auf der einen Seite das katholische Spanien, das unter Philipp II. das mittelalterliche Europa repräsentiert, auf der anderen das aufstrebende britische Inselreich unter seiner protestantischen Königin Elizabeth I. Francis Drake wird für sie den Kampf als Freibeuter mit der Lizenz zum Kapern an der vordersten Front führen. Wäre er nicht gewesen, wäre Amerika wohl spanisch geworden.
Vom Schiffsjungen zu einer Legende - Francis Drake ist wohl die faszinierendste Gestalt, die jemals unter der schwarzen Flagge gesegelt ist. Sein bewegtes Leben prägt diesen Teil der Dokumentation, der nicht nur von seinen aufregenden Abenteuern berichtet, sondern auch zeigt, wie ein einzelner Mann die Geschichte geprägt und damit die Voraussetzungen für die Welt geschaffen hat, wie wir sie heute kennen.
ARTE sticht in See und segelt mit den Schrecken der Sieben Weltmeere. Durch mitreißende Reenactments auf authentischen Segelschiffen, Interviews mit den führenden Experten der historischen Forschung und Drehs an Originalschauplätzen kommt man diesen faszinierenden Abenteurern so nah wie nie zuvor.
In der zweiteiligen Dokumentation erscheinen Piraten und Freibeuter in einem neuen Licht: als politische Figuren, die Weltgeschichte geschrieben haben. Piraten handelten nicht nur auf eigene Rechnung, sondern auch im Auftrag der jeweiligen Machthaber. Europa zittert im späten 18. Jahrhundert vor der Macht der Barbaresken, den Korsaren des Orients, die auf der Jagd nach dem "weißen Gold" sind: wertvollen, hellhäutigen Sklaven. Ein junger amerikanischer Offizier wird mit seinem Kampf gegen die Barbaresken Geschichte schreiben.
* Thema: Klarmachen zum Entern!
Der „Piratentag“ beginnt mit einer zweiteiligen Dokumentation, in der Piraten und Freibeuter in einem neuen Licht erscheinen: Als politische Figuren, die Weltgeschichte geschrieben haben. Der erste Teil „Der Pirat und die Königin“ erzählt die Geschichte des legendären Freibeuters und Abenteurers Sir Francis Drake, der für Elizabeth I. unter schwarzer Flagge segelte. Der zweite Teil „Die Jagd nach dem weißen Gold“ widmet sich den Barbaresken des Orients, die im ausgehenden 18. Jahrhundert Angst und Schrecken verbreiteten.
Um 20.15 Uhr wird der Spielfilm „Peter Pan“ (2003) gezeigt, ein opulentes Spektakel nach der weltberühmten Vorlage von J. M. Barrie: Großes Piratenabenteuer in einem Land der Träume für Jung und Alt. Im Anschluss läuft Roman Polanskis „Piraten“ (1986), in dem der gefürchtete Freibeuter Captain Red eine Meuterei anzettelt, um in den Besitz des goldenen Aztekenthrons zu gelangen.
Der „Piratentag“ endet mit der Aufzeichnung von „Le Corsaire, mit dem Wiener Staatsballett“. Mit spektakulären, märchenhaft anmutenden Bildern und einem „Pas de deux“, den Rudolf Nurejew und Margot Fonteyn zur Legende machten, gilt das Ballett „Le Corsaire“ als ein choreographischer Meilenstein des 19. Jahrhunderts. Im Frühjahr 2016 brachte Manuel Legris das Werk mit dem von ihm geleiteten Wiener Staatsballett auf die Bühne.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 01.01.2017 um 15:05 Uhr auf arte.