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Welt in Bewegung

Frauen und Kinder unterwegs
Donnerstag, 29.12.2016 16:30 Uhr
ARD alpha
Donnerstag
29.12.2016
16:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Die Geschichte der Menschheit ist auch eine Geschichte der Migration; Grenzen überschreiten gehört zum menschlichen Grundcharakter. Die Sendereihe "Welt in Bewegung" ist eine filmische Reise zu den Ursachen und Wirkungen, zu den Problemen und Chancen der Migration. Sie untersucht die unterschiedlichsten Aspekte der Wanderungen, deren Motivationen meist politische, historische, wirtschaftliche, religiöse, ökologische oder demographische Ursachen hatten und haben. Die einzelnen Folgen schildern die Probleme und Risiken aber vor allem auch die Chancen, die eine Welt in Bewegung der globalen Welt und auch unserer ganz unmittelbaren Umgebung bietet.
Laut dem Weltbevölkerungsbericht der Vereinten Nationen gibt es im Jahr 2008 weltweit 191 Millionen Migranten. Das heißt Menschen, die aus den verschiedensten Gründen ihr Herkunftsland verlassen haben. Beim Thema Migration sehen wir häufig aber nur Bilder von Menschen, die verzweifelt versuchen, in winzigen Booten das Mittelmeer zu überqueren: vornehmlich Männer, auf der Suche nach einem besseren Leben. Über diese Medienbilder entsteht der Eindruck, Migration sei ein männliches Phänomen, was keineswegs der Realität entspricht. Fast die Hälfte der Migranten ist weiblich, insgesamt 95 Millionen Frauen und Mädchen. Die Migrationsforscherin Prof. Christine Huth-Hildebrandt erklärt, warum Frauen bereits in der Vergangenheit kaum wahrgenommen worden sind, obwohl sie schon immer migrierten. Und sie beschreibt, welche frauenfeindlichen und rassistischen Ausmaße die Forschung hierzulande einnahm, als sie in den 60er Jahren einsetzte.
Die Lebenswelten junger Frauen mit Migrationshintergrund von heute beschreibt Yasemin Karakasoglu. Professorin für interkulturelle Bildung. Ihre Studie "Viele Welten leben" beschäftigt sich mit Themen wie: "Rolle und Bedeutung der Familie",  "Bildung und Ausbildung", "Körperbewusstsein und Sexualität" sowie "Religiosität". Der Film lässt drei Migrantinnen zu Wort kommen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen ihr Heimatland verließen. Freshta Sakhi Zada kam als Flüchtlingskind nach Deutschland, nachdem sie aus Afghanistan vor dem Krieg und dem Taliban Regime geflohen war. Zwei Jahre war sie mit einem Onkel und drei jüngeren Geschwistern unterwegs. Nimit Colpan folgte 1964 ihrem Mann aus der Türkei nach Deutschland. 37 Jahre hat sie am Fließband gearbeitet. Sie gehört zur 1. Generation der Gastarbeiterinnen, die sich jeden Samstag bei der InitiativGruppe München treffen. Die InitiativGruppe München ist eine Einrichtung, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Migrationshintergrund unterstützt und fördert. Mit Deutsch- und Integrationskursen sowie integrationsfördernden Sport und Freizeitangeboten, Tanz-, Theater-, und Musikgruppen. Hier unterrichtet Jasmina Nikolic Deutsch und gibt Integrationskurse. Sie kam als Studentin aus Banja Luka nach Deutschland, weil sie ein Stipendium bekommen hatte, nachdem der Krieg in Bosnien Herzegowina schon vier Jahre vorüber war.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 29.12.2016 um 16:30 Uhr auf ARD alpha.