

Das Werbebild Berlins zehrt allzu gerne von einem subkulturellen Lebensgefühl, dessen Ursprung in den nur scheinbar grauen Mauerjahren West-Berlins liegt. Großen Anteil daran hat die queere Szene West-Berlins, aus der nicht nur eine energiegeladene Partykultur, eine sexuelle Vielfalt, Clubs wie das Metropol oder der CSD entstand. Auch Organisationen wie das Schwule Museum, die AIDS-Hilfen, der Teddy Award oder Zeitschriften wie die Siegessäule haben ihre Wurzeln vor 1989.
Dabei hatten die Schwulen in West-Berlin bis Ende der 60er Jahre massiv unter § 175 zu leiden. Es gab Verurteilungen und Razzien in Bars, doch das schwule Leben ließ sich nicht unterdrücken. West-Berlin wurde zur schwulen Metropole. Für viele schien Ende der Siebziger die Zeit der größten sexuellen und politischen Freiheiten und einer gesellschaftlichen Durchmischung, egal ob homo-, trans- oder heterosexuell.
Und dann kam AIDS, die Krankheit traf Berlin wie keine andere Stadt in Deutschland. "Mein wunderbares West-Berlin" beschr
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 15.06.2024 um 21:30 Uhr auf tagesschau24.