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Vom Bauen in den Bergen (4/4)

Neue alpine Architektur in Österreich
Sonntag, 25.12.2016 11:40 Uhr
arte
Sonntag
25.12.2016
11:40 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Im Skisport- und Bergwanderland Österreich sind es vor allem touristische Bauten, die sich durch außergewöhnliche Gestaltung und oft neuartige Materialien auszeichnen. Dabei ist die Erschließung der hochalpinen Bergwelt ein ganz wichtiges, wenn auch nicht unumstrittenes Thema. Wie bringe ich möglichst viele Menschen auf ökologisch und baulich möglichst verträgliche Weise auch in hochgelegene Skigebiete?
Architekten wie Carlo Baumschlager (Wildspitzbahn, Tirol) oder Johann Obermoser, der die futuristisch wirkende Gaislachkoglbahn und das dazugehörige Bergrestaurant „Ice Q“ gebaut hat, haben sich mit diesen Fragestellungen konstruktiv auseinandergesetzt. Solange der Wintersport in den Alpenregionen noch eine so große Rolle spielt, wird man auch über Formen der baulichen Infrastruktur nachdenken müssen. Dabei gewinnt die Gestaltungsqualität immer mehr an Bedeutung, denn moderne Architektur wird zunehmend zum Touristenmagnet und damit zum Wirtschaftsfaktor.
Am deutlichsten zeigt sich das an den beiden spektakulären Landmarken, die sich Innsbruck geleistet hat: Die Stadt beauftragte die Star-Architektin Zaha Hadid mit dem Bau einer neuen Sprungschanze und einer Bergbahn, der Hungerburgbahn. Beide Bauten zeichnen sich durch eine radikal innovative Ästhetik aus. Die prägnante Bergiselschanze ist inzwischen dabei, dem Goldenen Dachl als Wahrzeichen Innsbrucks den Rang abzulaufen. Doch es bedarf nicht immer internationaler Stars, um hochwertige Architektur zu schaffen. Vor allem in Vorarlberg haben einheimische Baumeister wie Hermann Kaufmann oder die Brüder Stefan und Bernhard Marte das Bauen in den Bergen signifikant weiterentwickelt.
Jenseits von Dirndl-Architektur und Chalet-Kitsch gibt es in den Alpen viele neue aufregende Entwicklungen. In den letzten 20 Jahren haben sich Architekten zwischen Dolomiten und Wettersteinmassiv, zwischen Walliser Alpen und Montblanc auf ihre baukulturellen Wurzeln besonnen und die kraftvolle Ästhetik einer ursprünglichen Bauweise wiederentdeckt, die von funktionaler Schlichtheit geprägt ist und wenig mit den weit verbreiteten folkloristischen Auswüchsen zwischen Zirbelstubenromantik und Lüftlmalerei zu tun hat.
Das Bauen in den Bergen war schon immer eine besondere Herausforderung. Ein unberechenbares, oft raues Klima, unwegsames Gelände und oftmals schwierige wirtschaftliche Verhältnisse haben gerade in den Alpen einen ganz eigenen Stil geprägt. Der Anspruch, diese besondere Bautradition in eine moderne, zeitgemäße Formensprache zu übersetzen, hat wegweisende innovative Beispiele hervorgebracht, die international Beachtung fanden. Die Dokumentationsreihe "Vom Bauen in den Bergen" bietet erstmals einen Gesamtüberblick über die wichtigsten Neuerungen in den Regionen Graubünden, Tessin, Vorarlberg, Tirol, Südtirol, Oberbayern und dem Allgäu.

Regie: Frieder Käsmann\nProduzent: BR\n

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 25.12.2016 um 11:40 Uhr auf arte.

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01.08.2021 08:30HR25.12.2016 11:40arte