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Die Villa Medici

350 Jahre für die Kunst - Thema: Italien
Mittwoch, 14.12.2016 03:00 Uhr
arte
Mittwoch
14.12.2016
03:00 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Erbaut wurde die Villa Medici auf dem Hügel Pincio über den Dächern Roms. Der atemberaubende Blick auf die italienische Hauptstadt macht dem Besucher die Einzigartigkeit des Ortes bewusst. Aber erst ein Blick ins Innere des prächtigen Stadtpalais enthüllt die historische Bedeutung des Ortes.
Die Geschichte der prunkvollen Gemächer ist eng mit dem Schicksal der Künstler verbunden, die hier residierten. Manche entwickelten eine tiefe Verbundenheit zur Villa, andere zogen sich nur für kurze Zeit hier zurück. Doch sie alle wurden von der Villa Medici geprägt, als Menschen und vor allem als Künstler. Kaum hat der Besucher die Pforte zur Eingangshalle geöffnet, beginnt der geschichtsträchtige Ort sich zu offenbaren. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, und man spürt noch die Gegenwart der großen Künstler, die die Residenz zu dem gemacht haben, was sie ist. Ihre Spuren weisen den Weg durch die Geschichte.
Begleiter auf dieser Zeitreise sind Kunsthistoriker, Restauratoren, Denkmalschützer und die derzeitigen und ehemaligen Bewohner der Villa. Die Dokumentation führt regelmäßig von Italien nach Frankreich und wieder zurück, um offene Fragen zu klären. Doch im Mittelpunkt steht stets die Villa Medici als Dreh- und Angelpunkt. Zum ersten Mal macht eine Dokumentation deutlich, wie viele bedeutende Kunstwerke, die heute in den großen Museen und Palästen Frankreichs und Italiens zu bewundern sind, in der Villa Medici entstanden sind.
Im Wintermonat Dezember widmet ARTE dem sonnigen Lieblingsland aller Deutschen und Franzosen einen ganzen Tag – mit Spielfilm, Dokumentationen und Konzerten. Am Sonntag, 11. Dezember führt zunächst die Reihe „Italien, meine Liebe“, an den malerischen Küsten des Mittelmeerstaates entlang – von Ligurien, über die Toskana, Kampanien, Apulien bis Venedig und Triest. Auf rund 8.000 Kilometern bietet Italiens Küste nicht allein schöne Badestrände, ihre oft unberührte Natur ist auch eine unerschöpfliche Inspirationsquelle.
Am Nachmittag geht es nach Rom in die Villa Medici. Kein zweiter Ort hat so viele namhafte Künstler beherbergt wie dieses mondäne Gebäude. Zu ihren Gästen gehörten Größen wie Bizet, Ingres, Berlioz, Fragonard und Debussy. In diesem Jahr feiert die französische Künstlerresidenz ihr 350-jähriges Bestehen. ARTE zeigt die Kulturdokumentation „Die Villa Medici – 350 Jahre Akademie de France in Rom“ in einer deutschen Erstausstrahlung.
Von Rom geht es nach Mailand: Auf dem Domplatz der norditalienischen Metropole gibt sich das Orchester der weltberühmten Mailänder Scala die Ehre, zusammen mit der argentinischen Pianistin Martha Argerich, unter Leitung des italienischen Dirigenten Riccardo Chailly. Das „Konzert auf dem Mailänder Domplatz“ ist ebenfalls eine TV-Premiere.
Der Sonntagabend ist einem der bedeutendsten Regisseure des europäischen Kinos gewidmet: Luchino Visconti. In seinem monumentalen Filmkunstwerk „Der Leopard“ von 1962 zeichnet der Sohn eines Grafen ein scharfsichtiges historisches und gesellschaftliches Panoramabild Italiens Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei er die Aristokratie von innen zeigt und mit ihr sowohl mitleidlos als auch liebevoll umgeht. Im Anschluss zeigt ARTE als TV-Premiere das Porträt „Luchino Visconti, vom Film besessen“, das sowohl die Herkunft als auch das Leben und Schaffen des Filmemachers beleuchtet.
In einem weiteren Doku-Porträt geht es direkt danach um den „Italiener par excellence – Marcello Mastroianni“, der unter anderem in zwei Filmen Viscontis mitwirkte. Der Rest der Nacht gehört dann wieder der Musik: zunächst dem Pianisten Maurizio Pollini, und später dem Barockkomponisten Antonio Vivaldi und einem für Konzerte eher unbekannten Zupfinstrument: der Mandoline.

Regie: Laurence Thiriat\n

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 14.12.2016 um 03:00 Uhr auf arte.