Rostock 1987 - Das erste und einzige britische Filmteam, das je in die ehemalige DDR eingeladen wurde, um dort zu drehen, besucht die Hansestadt. Die Filmemacher suchen Antworten auf die Frage "Wie leben Menschen im DDR-Sozialismus?" Sie treffen Mitglieder der Fischereigenossenschaft Warnemünde und Kranfahrerinnen der Warnemünder Warnow Werft. Alle zeigen ihre Arbeitsplätze und erzählen unzensiert - vom Leben und Arbeiten in Rostock, vom Sozialismus, von ihren Plänen und Träumen.
Der fertige Film lief 1988 auf dem britischen Channel Four und wurde auch kurz in der DDR in lokalen Kinos gezeigt. In der DDR übrigens an einem Abend mit dem DEFA-Film "Diese Briten - diese Deutschen" von Barbara und Winfried Junge, die in Newcastle gedreht hatten; sozusagen als "Partnerfilm". Dann kommt die Wende und der real existierende Sozialismus verschwindet nahezu über Nacht.
Das Thema lässt die Filmemacher nicht los: 25 Jahre später kommen sie zurück nach Rostock. Sie fragen die Frauen und Männer von damals, wie es ihnen ergangen ist, im neuen Land ohne Grenze, Genossenschaft und Kräne? So ist mit "Vom Wir zum Ich" ganz besonders naher, unverstellter und dadurch außergewöhnlich berührender Blick auf unterschiedliche Leben entstanden, die eines eint: ihre ostdeutsche Geschichte.
Der Fernsehfilm "Vom Wir zum Ich - Ein britischer Blick auf Ostdeutschland" (2016/52 Minuten), entstand aus dem Kinofilm "Vom Wir zum Ich" (2016/82 Minuten) von Amber Films Newcastle/Moving Films Bremen.
Produktion: Iris Berner\nAutor: Judith Platz-Greitsch, Ellin Hare, Der Fernsehfilm "Vom Wir zum Ich - Ein britischer Blick auf Ostdeutschland" (2016/52 Minuten), entstand aus dem Kinofilm "Vom Wir zum Ich" (2016/82 Minuten) von Amber Films Newcastle/Moving Films Bremen.\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 14.12.2016 um 01:20 Uhr auf NDR.