Am 9. November 1993 zerstörten kroatische Milizen die Brücke von Mostar, sie trennt den muslimischen und den christlichen Teil der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina.
Am 12. März 2001 sprengten Taliban - Milizen die größten Buddha-Statuen der Welt im afghanischen Bamiyan-Tal. Ein Erdbeben zerstörte am 26. September 2003 in der iranischen Stadt Bam die berühmte Zitadelle, ein Weltkulturerbe, und einen großen Teil der Stadt.
Naturkatastrophen, Terrorismus, Krieg. Drei Beispiele, die deutlich machen wie gefährdet die Welterbestätten sind. Der Titel "Welterbe" hilft nicht gegen rohe Gewalt. Weder Terroristen noch Kriegsparteien lassen sich von so einem Titel nur ansatzweise beeindrucken. Das Label "Welterbe" haben mittlerweile 911 Denkmäler aus 151 Ländern der Welt verliehen bekommen haben.
Dieter Moor zeigt in diesem Film welchen unterschiedlichen Gefahren Welterbestätten ausgesetzt sind. Und er blickt zurück auf die Ursprünge der UNESCO Welterbeliste: die Rettung der Ruinen von Abu Simbel in den 1960er Jahren.
Der Film "Welterbe in Gefahr" endet mit einer Hoffnung. Nach dem Ende des Jugoslawien Krieges beschloss die Weltorganisation, die Brücke von Mostar originalgetreu wieder aufzubauen. Aufs Neue sollte so eine Brücke geschlagen werden zwischen den Muslimen und den Christen in Mostar.
Autor: Goggo Gensch\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 11.12.2016 um 06:45 Uhr auf SR.