Alle reden vom Klimawandel. Doch was passiert vor Ort, wenn ein natürliches System plötzlich aus dem Gleichgewicht kippt? Diese Frage führt die holländische Abenteurerin und Wissenschaftsjournalistin Bernice Notenboom auf ihre Reise rund um den Globus, von Grönland nach Südafrika, vom Amazonas in den Himalaya. Sie trifft besorgte Wissenschaftler, verunsicherte Bewohner in vom Klimawandel gezeichneten Regionen, aber auch solche, die entstehende Probleme kompetent und beherzt anpacken.
Welche Folgen die Erderwärmung hat, kann man am besten in den Permafrostgebieten Sibiriens und Alaskas beobachten. Seit Jahrmillionen sind die Böden hier tiefgefroren und tauen im Sommer höchstens oberflächlich auf. Doch mittlerweile taut der Boden immer öfter erstaunlich schnell auf.
Bernice fährt mit dem Kajak bis zu einer Stelle, wo abgelagerte Pflanzenteile in bis zu einhundert Meter dicken Permafrostschichten konserviert sind. Mittels Bohrproben verfolgen die Wissenschaftler, wie durch die Temperaturerhöhung ein Gärungsprozess einsetzt. Überall in den Seen steigen Methangasblasen auf, wie eine Feuerprobe eindrucksvoll zeigt. Dieses Gas verstärkt die Aufheizung der Atmosphäre bis zu zwanzig Mal stärker als CO2.
Fassungslos beobachten die einheimischen Inuit, wie sie deshalb ihre traditionellen Kühlräume im Permafrost aufgeben müssen und das Treibeis rund um den Nordpol, der Lebensraum ihrer Jagdbeute, im Sommer immer schneller verschwindet.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 08.12.2016 um 00:25 Uhr auf WDR.