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Putins leere Kassen

Krise und Korruption bedrohen den Kreml
Freitag, 25.11.2016 08:00 Uhr
Phoenix
Freitag
25.11.2016
08:00 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Russland ist ein sogenannter "Petro-Staat", dessen korrupte Eliten die Rohstoff-Erlöse ausbeuten, während Investitionen in Industrie und Infrastruktur ausbleiben. Vor allem in der russischen Provinz versinkt Putins oft beschriebene "Vertikale der Macht" in einem grenzenlosen Sumpf von Banditentum, Beamtenwillkür und korrupten Justizbehörden.
Moskau-Korrespondent Udo Lielischkies zeigt ein Land, dessen Führung der Zentralregierung in Moskau in wichtigen Bereichen zu entgleiten droht. Er macht deutlich, wie Putins Versuch einer zentral vom Kreml gelenkten Wirtschaft oft absurde Züge annimmt. Ein Jahr lang hat er dafür gedreht, unter anderem im Süden bei Krasnodar, wo privatisierte Kolchosen in den Ruin getrieben werden, von Agrarkonzernen, die nur das Land wollen. Das Vieh der erbeuteten Betriebe wird geschlachtet, Molkereien, Fleischverarbeitung, Brotfabriken - alles das wird geschlossen und meist abgerissen. Ganze Orte verlieren ihre Kindergärten, Schulen, Feuerwehren, die bisher vom jetzt aufgelösten Landwirtschaftsbetrieb finanziert wurden. Raubtierkapitalismus regiert, wo einst der Sozialismus war.
Ob im Ural, wo Misswirtschaft das Gesundheitssystem zusammenbrechen lässt, oder an der Wolga, wo ein kritischer schwedischer Automobilmanager seinen Job verliert - Lielischkies und sein Team sind dabei, oft von lokalen Behörden und dem Geheimdienst beobachtet, abgehört und behindert.
Film von Udo Lielischkies

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 25.11.2016 um 08:00 Uhr auf Phoenix.