"Ick hev se op de Welt holt, und ick hev se ok betreut, wenn se vun de Welt gingen. Und dat weer ok scheun! ("Ich hab sie auf die Welt geholt, und ich hab sie betreut, wenn sie von der Welt gingen. Und das war auch schön!") sagt Anni Both, Hebamme und Totenfrau in dem plattdeutschen Dokumentarfilm von Gisela Tuchtenhagen und Margot Neubert-Maric.
Leise und ganz direkt erzählen sie vom Sterben und Leben in der norddeutschen Provinz, vom Wert der Traditionen, vom Stolz auf das Landleben, und ganz nebenbei auch von der großen Frage nach dem Sinn des Lebens.
Die Autorinnen haben Tischlermeister Sargtischler, Bestatter, Totengräber, Sargträger, Totenbitter und Totenfrauen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern besucht, Menschen für die der Tod Alltag ist. Plattdeutsch ist ihre Muttersprache, und die klingt von Region zu Region ganz anders.
"Utbüxen kann keenen" ist der dritte in einer Trilogie von plattdeutschen Filmen der beiden Dokumentarfilmerinnen nach "Bingo" und "Der Wirt, die Kneipe und das Fest".
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 07.12.2016 um 00:00 Uhr auf NDR.