Jedes Jahr sterben in Kenia Hunderte Elefanten durch die Hand von Wilderern. 70 Prozent der Elefanten Kenias leben außerhalb von Nationalparks. Dort patrouillieren keine staatlichen Wildhüter, um die Tiere zu schützen.
In Zentralkenia haben sich 23 Gemeinden und private Wildschutzgebiete zusammengeschlossen, um ihre Elefanten selbst zu verteidigen. Sie gründeten den "Northern Rangelands Trust". Kernstück dieser Organisation ist eine bewaffnete Spezialeinheit. Diese "Elfenbein-Armee" liefert sich einen regelrechten Krieg mit den Wilderer-Banden, der viele Todesopfer fordert.
Afrika-Korrespondent Jörg Brase und sein Team haben die Elefantenwächter bei ihrer Arbeit begleitet und zeigen, welches Risiko die privaten Ranger eingehen, um die Tiere zu schützen. Doch Waffengewalt ist nur ein Mittel, um Wilderer abzuschrecken. Das Angebot, in der Schutztruppe mitzuarbeiten, soll die Kriminellen dazu bewegen, die Seiten zu wechseln - für viele verlockend. Noch verlockender sind aber oft die Prämien, die Wilderer für den Stoßzahn eines getöteten Elefantenbullen bekommen. Dafür setzen junge Männer in dieser armen Region Kenias täglich ihr Leben aufs Spiel.
Film von Jörg Brase und Nele Dehnenkamp
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 26.11.2016 um 10:45 Uhr auf Phoenix.