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Billige Milch - Wer zahlt für die kleinen Preise?

Ein Film von Christoph Würzburger
Mittwoch, 23.11.2016 21:45 Uhr
HR
Mittwoch
23.11.2016
21:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Deutschland ist größter Milchproduzent in der EU. 48 Prozent der deutschen Milch gehen in den Export. Gleichzeitig müssen seit Jahren immer mehr Milchhöfe aufgeben - bundesweit rund sechzig, jeden Tag. Wachse oder weiche, heißt es - diesen Trend konnte bislang keine politische Reform aufhalten. Das Allgäu, der Schwarzwald - altes Bauernland, von dessen Wiesen die Kühe verschwinden. Wiesenhaltung ist zu teuer. Gewachsenes Bauernland, aus dem auch die Höfe verschwinden. 250.000 Milchbauern gab es in Deutschland Anfang der neunziger Jahre, jetzt sind es weniger als 80.000. Für die neuen Leute in den Dörfern ist jetzt der Bauer derjenige, der stört, der lärmt und Gülle sprüht.
Ab April 2015 ist die EU-weite Milch-Quote gefallen - eine EU-Vorschrift, mit der die Produktion von Milch bislang reglementiert wurde. Jetzt droht jedoch der freie Markt, dürfen Europas Milchbauern so richtig loslegen. Das heißt: Jeder darf wachsen, wie er will. Schon jetzt stellen sich mutige Bauern Ställe mit 200, 250 Kühen hin. Dafür werden 40, 50 Kleine drum herum aufgeben müssen.
Filmautor Christoph Würzburger folgt der Spur der Milch. Er begleitet einen Milchbauern, der aufgibt - von der schweren Entscheidung bis zum letzten Melken. Er spricht mit Molkereien und Funktionären, mit Wissenschaftlern und Tierschützern – er geht der Frage nach: Welche Landwirtschaft wollen wir haben, oder besser gesagt: welche können wir uns leisten?

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 23.11.2016 um 21:45 Uhr auf HR.