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Die Neiße - Grenzenlose Wildnis

Film von Peter und Stefan Simank
Samstag, 19.11.2016 11:30 Uhr
MDR
Samstag
19.11.2016
11:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Obwohl im offiziellen Sprachjargon der DDR als Oder-Neiße-Friedensgrenze tituliert, wurde die östliche Staatsgrenze scharf bewacht und die Armeen des Warschauer Paktes nutzten den Fluss jahrzehntelang für geheime Militärmanöver. Durch diese besondere, abgeschiedene Lage konnte sich das Gebiet in weiten Teilen nahezu ungestört entwickeln und ist heute eine der letzten noch unverbauten, mäandrierenden Wildwasserbereiche Sachsens. Ausgedehnte Auenwälder mit jahrhundertealten Buchen-, Eichen- und Eschenbeständen säumen die Ufer des Flusses, der sich bei Hochwasser ungezügelt ausbreiten kann. Das schafft neuen Lebensraum, zum Beispiel für die Eisvögel, die hier ihre stärksten Bestände aufweisen. Kaum beachtet von der Öffentlichkeit ist die Grenzregion zwischen Deutschland und Polen heute ein Refugium zahlreicher seltener und teils vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
Ein Jahr lang folgen die Tierfilmer Peter und Stefan Simank dem Flusslauf - mit atemberaubenden Aufnahmen von jagenden Fischadlern und balzenden Reihern, sie blicken in die Kinderstube von Eisvögeln und Bibern. Im Herbst erfüllen die Rufe tausender Zugvögel die in Nebel gehüllte Auenlandschaft. Moorochsen und Wasseramseln gehören ebenso hierher wie die Menschen, die am Fluss leben. Wie gehen sie mit dem Wechsel von Hoch- und Niedrigwasser um? Wie haben sie die Abgeschiedenheit an der ehemaligen Staatsgrenze der DDR erlebt und was hat sich nach der Öffnung der Grenze verändert?
Mit Spezialtechnik geht der Film auf eine faszinierende Reise, ergründet über und unter Wasser sowie in der Luft die Geheimnisse einer Landschaft, die heute zu den Hotspots des Naturschutzes in Mitteldeutschland zählt.
Der Osten - Entdecke wo du lebst

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 19.11.2016 um 11:30 Uhr auf MDR.