Frankreich verdankt seinen Namen den Migrationsbewegungen des germanischen Großstammes der Franken Richtung Westen. "Frank" bedeutete sowohl "frei" als auch "kühn", aber im Römischen Reich wurden alle westlichen "Barbaren" mit fremder Sprache als "Franken" bezeichnet. Die Franken standen im Ruf, gefürchtete Krieger zu sein und waren in den Armeen Roms als Söldner sehr gefragt. Als das Römische Imperium ins Wanken geriet, machten sich die Franken auf eigene Faust daran, Gallien zu erobern. Und gegen Ende des 5. Jahrhunderts rief der Frankenkönig Chlodwig I. zum Eroberungszug der Gebiete westlich des Rheins auf. Da er nur über eine kleine Söldnerarmee verfügte, zog er für seine Offensive alle kriegstauglichen Männer ab 15 Jahren ein. Nach der Unterwerfung der galloromanischen Gebiete ließ er sich aus politischen Gründen in Reims christlich taufen. Nach seinem Tod im Jahr 511 führten seine Söhne und Enkel die fränkische Expansionspolitik weiter. In der Mitte des 6. Jahrhunderts erlebte das Großreich der Franken seine Blütezeit.
Regie: Agnès Molia, Nathalie Laville\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 14.11.2016 um 06:05 Uhr auf arte.