Als Bollwerk der Reformation wird Magdeburg im Dreißigjährigen Krieg vom Kaiser belagert. Die Bürgen wollen sich nicht kampflos ergeben. Sie rufen den Schwedenkönig um Hilfe an, der damals gottgleich verehrt und von seinen Feinden verehrt wurde. Wird er die Stadt an der Elbe retten können?
Magdeburg, Dezember 1630. Die reiche Handelsstadt - politischer, wirtschaftlicher und kultureller Knotenpunkt im Nordosten - wird zu einem der wichtigsten Schauplätze des Dreißigjährigen Krieges.
Seit 1618 tobt der Kampf um die Vormacht im Deutschen Reich.
Der katholische Kaiser Ferdinand II. lässt das Bollwerk der Reformation belagern. Bislang konnte sich die Stadt aus allen Kampfhandlungen heraus halten, war neutral gegenüber Protestanten und Katholiken. Doch nun drohen auch dem reichen Magdeburg Chaos, Tod und Verzweiflung. Aber die Bürger der Stadt wollen nicht einfach kampflos aufgeben. Sie setzen auf ein Bündnis mit dem Schwedenkönig Gustav II. Adolf. Schon Monate zuvor hat eine Magdeburger Delegation in Stockholm um Hilfe gebeten - jetzt ist es soweit. Gustav Adolf greift in die kriegerische Auseinandersetzung ein - und Magdeburg ist der erste und bislang einzige Verbündete des mächtigen Schwedenkönigs.
Der Film erzählt die Geschichte eines Mannes, der von seinen protestantischen Zeitgenossen gottgleich verehrt wurde, während ihn seine Feinde fürchteten. War Gustav Adolf II., der die Geschichte Mitteldeutschlands in dieser entscheidenden Epoche des Dreißigjährigen Krieges nachhaltig prägte, ein Held oder einfach nur ein Abenteurer, der seine ganz eigenen Ziele verfolgte?
Eines ist sicher: Der Schwedenkönig ist eine der entscheidenden Figuren des Dreißigjährigen Krieges. 1630 betritt er deutschen Boden. Doch dort hat er außer Magdeburg keine Verbündeten. Gustav Adolfs Mission ist ein Spiel gegen die Zeit: Magdeburg droht unterzugehen, wenn der sächsische Kurfürst Johann Georg von Sachsen sich nicht auf einen Bündnisvertrag mit Gustav Adolf einlässt.
Wie lebten die Bürger der Stadt vor der Belagerung? Und wie wirkte sie sich auf das normale Alltagsleben aus? Was passierte wann und wo? Dabei geht es nicht um bloße Ereignisgeschichte. Die Dokumentation erzählt diesen Teil der Geschichte Magdeburgs emotional und packend aus mehreren Perspektiven. Neben Magdeburg spielt im Film auch Lützen eine große Rolle - der Ort, an dem Gustav Adolf seine entscheidende Schlacht verlor - und fiel.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 24.10.2016 um 08:15 Uhr auf Phoenix.