Sie lebten in Indien, in Amerika oder im Süden Deutschlands. Doch viele Nachfahren der märkischen Adelsgeschlechter konnten ihre alte brandenburgische Heimat, die Orte ihrer Kindheit, nicht vergessen. Nach dem Ende der DDR kamen sie wieder zurück in den Osten Deutschlands. Zurück in die Schlösser und Gutshäuser ihrer Kindheit, aus denen die kommunistischen Machthaber sie nach dem Krieg vertrieben hatten.
25 Jahre sind seitdem vergangen. 25 Jahre, in denen Schlösser, Gutshöfe, Wasserburgen wieder aufgebaut und hergerichtet wurden. In dieser Zeit mussten „die Junker“ sich ihren Platz in der Dorfgemeinschaft erst wieder erarbeiten und mancherorts gegen Vorurteile und Misstrauen kämpfen. Aber Adel verpflichtet und deshalb war es für die meisten Nachfahren selbstverständlich, ihre Familientradition in der Mark Brandenburg, der Keimzelle Preußens, fortzuführen und preußische Traditionen in Berlin und Brandenburg zu reanimieren.
Im Gespräch mit Jörg Thadeusz wird die Geschichte des preußischen Adels erzählt, die Schlossherren zeigen Haus und Besitz und berichten über den Weg vom beäugten Neuankömmling zum Dorfmitglied.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 03.11.2016 um 22:45 Uhr auf RBB.