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Tanzende Bauarbeiter - Arbeiten Schweden glücklicher?

ARD-Themenwoche „Zukunft der Arbeit“
Mittwoch, 02.11.2016 06:05 Uhr
WDR
Mittwoch
02.11.2016
06:05 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Vertrauen, Mitbestimmung, familienfreundlich und vier Wochen Sommerurlaub am Stück: Schöne schwedische Arbeitswelt, so scheint es.
Bestsellerautorin Maike Van den Boom will es genau wissen. "Wo geht's denn hier zum Glück?", hat sie auf einer Reise durch die 13 glücklichsten Länder schon einmal gefragt und dabei festgestellt, dass besonders die Schweden glückliche Arbeiter sind. Warum, fragt sie nun für WDR weltweit.
In Schweden erfährt Maike, was eine "Lego-Challenge" ist, arbeitet in einer Firma ohne Chef, staunt über tanzende Bauarbeiter, bekommt ausgerechnet auf einer Baustelle eine Muskel lockernde Massage und lässt sich dazu den Obstkorb reichen.
Maike trifft Firmenchefs, die sich von ihren Mitarbeitern duzen lassen, die weder Vorzimmer noch Sekretärin brauchen und locker auf dicke Dienstwagen verzichten.
Und diejenigen, die sowohl in Deutschland als auch in Schweden erfolgreich gearbeitet haben und beide Länder bestens kennen, verraten ihr die geheime Formel für glückliches Arbeiten: Deutsche Effizienz und schwedische Offenheit plus "Fika", die tägliche Kaffee- und Kuchenpause, denn die ist in Schweden der Renner.
Eine WELTWEIT-Reportage von Philine Eling und Udo Eling

* ARD-Themenwoche 2016: "Zukunft der Arbeit"

"Zukunft der Arbeit" ist der Titel der ARD-Themenwoche 2016, die in diesem Jahr vom Hessischen Rundfunks (hr), vom Saarländischen Rundfunk (SR) und von Radio Bremen verantwortet wird. Eine Woche lang, vom Sonntag, 30. Oktober, bis Samstag, 5. November, beleuchten Sendungen im Ersten, in allen dritten Programmen und in den Partnerprogrammen der ARD, im Radio und im Internet die unterschiedlichen Facetten der digitalen Arbeitswelt und wie sich die Menschen heute und morgen über ihre berufliche Tätigkeit definieren.
Wer sind die Gewinner und Verlierer?
Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Die Zukunft der Arbeit hat längst begonnen. Digitalisierung und Globalisierung schreiten unaufhaltsam voran. Die klassische Erwerbsarbeit des Industriezeitalters verliert an Bedeutung. "Industrie 4.0", "Sharing-Ökonomie" oder "Cloud-Working" heißen die Schlagworte. Das "Internet der Dinge" wird schon bald Produkte aus dem 3D-Drucker möglich machen, individueller und billiger als heute. Software wird Sachbearbeiter in den Büros ersetzen, Automaten werden sich selbst optimieren. Neue Plattformen und Netzwerke machen bereits jetzt jeden Autobesitzer potentiell zum Billig-Taxi-Anbieter und jeden Wohnungsbesitzer zum Vermieter von Gästezimmern. Aber wer sind bei all diesen Veränderungen eigentlich Gewinner und Verlierer?
Der Stellenwert von Arbeit
Und wie verändern sich der gesellschaftliche und der persönliche Stellenwert von Arbeit? Arbeit wird mit Geld entlohnt. Doch entspricht der Lohn auch der Leistung? Das monatliche Einkommen eines Bankers ist weit höher als das einer Altenpflegerin, ein Immobilienmakler verdient mehr als ein Konditor, eine Hausfrau bekommt gar keinen Lohn. Andere wiederum vermehren ihr Vermögen, ohne dafür zu arbeiten. Immer häufiger wird gefragt: Ist das gerecht? Wer und was bestimmen eigentlich heute und in Zukunft den Wert der Arbeit in unserer Gesellschaft?
Die ARD-Themenwoche 2016 beschreibt die "Zukunft der Arbeit" nicht als technologische Vision, sondern stets mit dem Blick auf den Wert der eigenen Arbeit: Welchen Stellenwert hat meine Arbeit? Was passiert mit meinem Arbeitsplatz? Wie verdiene ich morgen mein Geld? Was müssen unsere Kinder heute lernen, um in der zukünftigen Arbeitswelt zu bestehen? Wer sorgt dafür, dass unsere Arbeitsgesellschaft nicht auseinanderfällt?
Diesen Fragen gehen die Programme der ARD eine Woche lang aus unterschiedlichen Blickwinkeln nach - in Spielfilmen und Fernseh-Dokumentationen, in aktuellen Radioprogrammen und in Ratgeber-Sendungen und mit einem umfangreichen Dossier im Netz.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 02.11.2016 um 06:05 Uhr auf WDR.