Hans Schön hatte keine glückliche Kindheit. Nach der Geburt kam er ins Heim, dann in eine Pflegefamilie. Die leibliche Mutter war überfordert - zu jung, zu viele Kinder. Hans Schöns Vater soll ein amerikanischer GI gewesen sein, der zurück in seine Heimat musste, noch bevor er erfuhr, dass seine deutsche Freundin von ihm schwanger war.
Die Briefe, die der amerikanische Soldat seiner deutschen Freundin schrieb, wurden abgefangen, ihre Beziehung zerbrach. Immer wieder fragt sich Hans Schön, wie wohl sein Leben verlaufen wäre, wenn die Briefe seines Vaters die Mutter erreicht hätten. Hätte er eine glückliche Kindheit in den Staaten erleben können?
Je älter er wird, umso stärker verspürt er den großen Wunsch, seinen Vater kennenzulernen, falls dieser überhaupt noch lebt. Mittlerweile, so nimmt Hans Schön an, müsste er fast achtzig Jahre alt sein und in Jacksonville, Florida wohnen. Das hatte er selbst im Internet herausfinden können, viel weiter aber kam er nicht.
Nun soll Susanne Panter helfen. Die Personensucherin hat Erfahrung, Kontakte und einen "siebten Sinn". Gerade letzteren wird sie bei der Suche nach Hans Schöns Vater auch dringend brauchen. Sie und ihr Klient reisen nach Florida, begeben sich auf eine Odyssee und sind einem extremem Wechselbad der Gefühle ausgeliefert. Erwartungen, Hoffnungen, Enttäuschungen, Hoffnungen.
Wird Hans Schön seinen Vater finden oder nicht? Die Suche von Hans Schön und der sogenannten "Aufspürerin" Susanne Panter hat so viele unerwartete und unglaubliche Wendungen, dass selbst die erfahrene Personensucherin unterwegs mehrmals sagt: "Das kann doch alles gar nicht wahr sein! Das ist ja völlig skurril, unwirklich."
Film von Thomas Diehl
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 15.10.2016 um 08:30 Uhr auf NDR.