Der Winter ist für die Tierwelt ohne Frage die härteste Zeit des Jahres. Schnee und Eis überziehen Land und Gewässer, die Tage sind kurz und dunkel. Für Adler, Luchs und Fuchs wird es immer schwerer Beute zu machen. Oft hängt ihr Überleben von den Opfern ab, die der Winter fordert. Doch es gibt auch Tiere, die in eisiger Kälte ihren Nachwuchs bekommen: Kreuzschnäbel ziehen ihre Brut bevorzugt im Winter groß, und an der Nordseeküste kommen zur Jahreswende die ersten Kegelrobbenjungen zur Welt.
Im Südwesten Deutschlands wird es schon im März merklich wärmer. Dann beginnen die Feldhasen mit der Paarung, während die Wildschweine bereits Nachwuchs haben. Die Hochalpen hingegen sind noch weit über den Winter hinaus von Schnee bedeckt. Die Menschen begehen seit jeher gerade im Winter Lichtfeste. Feste wie Weihnachten haben ihren Ursprung in uralten vorchristlichen Winterritualen - eine Antwort auf die Dunkelheit der Jahreszeit.
Der vierteilige Film "Wilde Heimat" ist eine Gesamtschau der bedeutendsten Naturlandschaften und Tiere Deutschlands und Österreichs über die Jahreszeiten hinweg. Der letzte Teil zeigt große Naturschauspiele, traditionelle Bräuche und prächtige Feste im Winter.
Neben den beeindruckenden Bildern ist auch die Filmmusik, eingespielt von der NDR Radiophilharmonie Hannover unter der Leitung von Timothy Brock, außergewöhnlich.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 11.10.2016 um 14:00 Uhr auf NDR.