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Homs - Ein zerstörter Traum

Dokumentarfilm von Talal Derki
Freitag, 14.10.2016 00:00 Uhr
HR
Freitag
14.10.2016
00:00 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Anfang 2011 erreichte der Arabische Frühling Syrien. Die ersten Demonstrationen gegen das diktatorische Regime von Baschar al-Assad finden in der drittgrößten Stadt Homs statt. Vor allem junge Männer gehen auf die Straße und protestieren für Freiheit und Demokratie. Einer der Anführer der ersten Stunde ist der 19-jährige Torwart der Jungendnationalmannschaft Syriens, Abdul Baset Al-Sarout, kurz Baset genannt. Er und seine Freunde organisieren jeden Tag Demonstrationen, zu denen immer mehr Menschen strömen. Baset ist ein charismatischer junger Mann, der vor allem mit seinen revolutionären Songs die Menschen begeistert.
Begleitet wird Baset bei seinen Auftritten während der Demonstrationen und im Kreis seiner Freunde und anderer Aktivisten von Osama, einem Amateurkameramann, der sein Studium unterbrach, um dabei zu sein bei der Rebellion gegen das verhasste Regime. Die mit kleiner Handycam aufgezeichneten Videos werden regelmäßig auf YouTube hochgeladen und so einer großen Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Baset wird im Laufe des Frühjahrs 2011 immer gefährlicher für die Propagandisten des Regimes.
Der Widerstand der mehrheitlich sunnitischen Bewohner von Homs wächst im Frühsommer 2011 schnell, und das Regime beginnt mit brutaler Härte zurückzuschlagen. Baset steht jetzt ganz oben auf der Fahndungsliste des Geheimdienstes und des Militärs. Bei einem Angriff auf die Wohnung seiner Familie werden sein Bruder Walid und andere Angehörige getötet. Das lässt ihn endgültig an einer friedlichen Lösung des Konflikt zweifeln. Als die ersten Demonstranten durch die Kugeln der syrischen Armee den Tod finden, entschließen sich die Aktivisten um Baset, den pazifistischen Widerstand aufzugeben und sich zu bewaffnen. Aus friedlichen Demonstranten werden bewaffnete Kämpfer, aus jungen Männern, für die Religion kaum eine Rolle spielte, werden im Angesicht des Todes gläubige Moslems.
Der syrische Bürgerkrieg beginnt in Homs. Baset und seine Freunde und Kameraden verlieren ihre Unschuld als friedliche Demonstranten. Im Februar 2012 töten syrische Truppen bei einem Mörserangriff mehr als 300 Menschen im Zentrum von Homs. Regimetreue Banden brechen in Wohnungen ein und richten ein Blutbad an. Es ist das erste von zahlreichen Massakern gegen die Zivilbevölkerung in Syrien. Baset selbst wird während der Kämpfe der letzten Jahre dreimal angeschossen und schwer verletzt.
Der Dokumentarfilm

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 14.10.2016 um 00:00 Uhr auf HR.