Der Schwarzstorch gehört zu den seltenen und besonders schwer zu beobachtenden Zugvögeln in Norddeutschland. Anders als sein Bruder, der Weißstorch, nistet er scheu und zurückgezogen in alten geschlossenen Wäldern. Und dort jagt er in sauberen Bächen oder flachen Tümpeln und Teichen, vor allem nach Fischen.
In der Felderberger Seenlandschaft gibt es wahrscheinlich nur noch ein Brutpaar. Und das wäre beinahe endgültig vertrieben worden nach einem schweren Gewittersturm vor über 20 Jahren. Das zerstörte Nest hat Ranger Fred Bollmann aus Feldberg damals repariert und hat damit dafür gesorgt, dass die scheuen Vögel wieder zurückgekehrt sind. Seitdem kümmert er sich immer wieder im Frühjahr um das Nest und wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr der Schwarzstörche. Und er hofft natürlich auf Nachwuchs. In diesem Jahr scheint aber alles anders zu sein als in den Jahren zuvor. Die Störche lassen sich kaum blicken, wo sie sonst immer wieder anzutreffen waren. Was ist mit dem Schwarzstorchpaar im Feldberger Seenland passiert?
Anders als der Weißstorch ist sein schwarz gefiederter Bruder äußerst scheu und lebt sehr zurückgezogen. Er braucht alte, ursprüngliche Wälder mit Bächen und Tümpeln. Im Feldberger Seenland gibt es wahrscheinlich nur noch ein Brutpaar. Ranger Fred Bollmann tut alles dafür, damit die seltenen Zugvögel auch weiterhin ihren weiten Weg aus Afrika dorthin finden. Doch in diesem Jahr ist alles anders.
Produktion: Stephan Helms\nAutor: Matthias Vogler\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 11.10.2016 um 18:15 Uhr auf NDR.