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Amerikanisches (Un)recht

und sie brauchten einen Mörder
Montag, 10.10.2016 16:45 Uhr
Phoenix
Montag
10.10.2016
16:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Oktober 1986: Zwei Geschäftsleute sterben im Kugelhagel in Zimmer 1215 des DuPont Plaza Hotels in Miami. Ein erfolgreicher Unternehmer aus London wird verhaftet. Er hatte die Waffe, ein Motiv und die Gelegenheit. Und er versuchte, den Ermittlern ein falsches Alibi zu präsentieren. Sehr überraschend: Im Zimmer des Opfers gab es sogar einen Augenzeugen. Die Geschworenen befanden den Londoner Unternehmer des Doppelmordes für schuldig, und der Richter verurteilte ihn zum Tod durch den Elektrischen Stuhl.
Aber: Der Zeuge hatte gelogen. Die Opfer waren keine unbescholtenen Geschäftsleute, sondern Geldwäscher für Drogenkartelle. Sogar die Polizei von Miami und die Staatsanwälte hatten im Prozess gelogen. Der Richter hatte dem Angeklagten sogar angeboten, den Fall zu "bereinigen" für 50.000 US-Dollar. Tatsache ist aber, dass der Londoner Unternehmer nicht geschossen hatte, er war sogar nachweislich nicht einmal in Miami, als der Mord geschah. Doch all das spielte keine Rolle. Die "Gerechtigkeit" hatte gesiegt - und seitdem sitzt er im Gefängnis. Seit mehr als 27 Jahren.
Sein Fall ist einer von vielen in den USA. Aber er steht für ein Land, in dem die Korruption bei der Polizei nach wie vor groß ist und immer mehr Menschen - vor allem, wenn sie nicht weiß sind - unschuldig im Gefängnis sitzen.
Die Dokumentation verfolgt den Fall von den 80er-Jahren bis zum Wiederaufnahmeverfahren in diesem Jahr. Der Film von Peter F. Müller zeigt exemplarisch, wie in Amerika Unrecht gesprochen wird.
Film von Peter F. Müller

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 10.10.2016 um 16:45 Uhr auf Phoenix.