Nachhaltige Unternehmensführung, Investmentbanking, globale Vernetzung, Monopolbildung, Lobbyismus und Sponsoring sind Schlagworte, die das moderne Wirtschaftssystem kennzeichnen. Doch das alles ist nicht plötzlich vom Himmel gefallen, es gibt eine Vorgeschichte. Eine - wenn nicht die entscheidende - Spur führt 500 Jahre zurück nach Augsburg. Dort sind zur damaligen Zeit die Fugger die erfolgreichsten Unternehmer und Bankiers im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Sie geben Kaisern Kredite und finanzieren Päpste, sind aber auch in die großen religiösen Auseinandersetzungen der Reformationszeit verstrickt. Gleichzeitig treten sie als Sponsoren auf und schaffen die erste soziale Arbeitersiedlung der Welt: die noch heute existierende Fuggerei in Augsburg. Vor allem zwei Fugger stechen hervor: Jakob, genannt der Reiche, ein Finanz- und Unternehmergenie, und sein Neffe Anton, dessen Geschäfte bis nach Südamerika reichen. Fleiß, Askese und Korrektheit zügeln ihre ausufernde Unternehmerfantasie, kaltes Kalkül ihre Machtgelüste. Leben und Liebe indes bleiben ihr streng gehütetes privates Geheimnis.
Der erste Teil erzählt den Aufstieg der Fugger, die sich von einem kleinen Weberunternehmen in Augsburg zu einem europaweiten, zuletzt weltumspannenden Unternehmen entwickelten.
Die zweiteilige Dokumentation von Werner Köhne verfolgt mit eingestreuten Spielszenen des Ensembles vom "Theater Augsburg" den Lebensweg der zwei herausragenden Repräsentanten der Fugger-Dynastie: Jakob und Anton Fugger.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 23.09.2016 um 20:15 Uhr auf Phoenix.