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Kurioses aus der Tierwelt

Ungewöhnliche Eltern: Das Seepferdchen und die Hyäne
Sonntag, 02.10.2016 07:35 Uhr
arte
Sonntag
02.10.2016
07:35 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

In der Regel sind Tiere entweder männlich oder weiblich und zeigen die typischen Verhaltensweisen ihres Geschlechts. Doch es gibt Ausnahmen: Hyänenweibchen verhalten sich wie Männchen und sehen auch so aus. Und bei den Seepferdchen bringen die männlichen Tiere die Jungen zur Welt. Erst in jüngster Zeit beginnen wir zu verstehen, wozu dieser Rollentausch gut ist.
Seepferdchen sind faszinierende Geschöpfe. Manche Arten sind winzig und verschmelzen mit ihrer Umgebung. Andere können bis zu 35 Zentimeter groß werden. Sie kommen weltweit in tropischen und gemäßigten Meeren in geringer Tiefe vor, ja sogar in der Themse-Mündung bei London.
Wer zum ersten Mal eines sieht, wird diesen Anblick nie vergessen. Diese zauberhaften Wesen sehen aus wie Fantasiegestalten: Sie haben den Kopf eines Pferdes, die Augen eines Chamäleons, den Greifschwanz eines Affen, einen Panzer, der die Farbe wechseln kann, und - vielleicht das Kurioseste - eine Bruttasche. Ihrem bizarren Äußeren verdanken sie auch ihren wissenschaftlichen Namen Hippocampus, von griechisch "hippo" für Pferd und "kampos" für Seeungeheuer. Jahrhundertelang galten sie als Sagengestalten und Fabelwesen, und wir sind gerade erst dabei, die wahre Geschichte der "männlichen Mütter" zu entdecken.
Für die frühen Naturforscher waren Seepferdchen ein Kuriosum. Die seltsamen Geschöpfe erschienen ihnen wie ein Irrtum der Natur, bis schließlich erkannt wurde, dass es sich um echte Knochenfische handelte. Wenngleich mit einem untypischen Brutverhalten.
Ein anderes Tier mit einem untypischen Elternverhalten ist die Hyäne. Hier ist es das Weibchen, das agiert und aussieht wie ein Männchen. Warum diese "Vermännlichung" weiblicher Hyänen?
Die Natur ist voller faszinierender Geschöpfe und wundersamer Geschichten: Weshalb legt das Schnabeltier, das doch ein Säugetier ist, Eier? Mit welcher Absicht hat die Natur das Schneckenhaus und den Stoßzahn des Narwals spiralförmig gestaltet? Warum hat sie bestimmte Tiere mit auffallenden Mustern und grellen Farben ausgestattet? Der berühmte britische Tierfilmer und Naturforscher Sir David Attenborough ist bei seinen Reisen auf viele außergewöhnliche Lebewesen und interessante naturgeschichtliche Dokumente gestoßen. In der Dokumentationsreihe stellt er in jeder Folge zwei Tiere gegenüber, die eine erstaunliche Eigenschaft gemeinsam haben.
Dokumentationsreihe Großbritannien 2013

Regie: Hilary Jeffkins\n

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 02.10.2016 um 07:35 Uhr auf arte.