Seit 2008 strebt das Land nach Europa und hat die Demokratisierung vorangetrieben. Die Polizei galt früher als korrupt, man bezeichnete die Beamten sogar als Straßenräuber. Auf einen Schlag wurden dann 16.000 Polizisten entlassen. Heute helfen die neu eingestellten, meist jungen Polizisten den Bürgern. Auch die georgischen Unternehmer suchen die Nähe zur EU. Als Wein- und Energielieferanten wollen sie sich den europäischen Markt erschließen.
Doch inzwischen ist die anfängliche Euphorie bei vielen Georgiern einer Ernüchterung gewichen. Eine Mitgliedschaft in der Union scheint vorerst in weite Ferne gerückt zu sein. Manch einer hegt gar die Sorge, dass sich ein Konflikt wie in der Ukraine auch in Georgien wiederholen könnte. Was bewegt die Georgier? Fühlen sie sich von Russland bedroht?
ARD-Korrespondentin Birgit Virnich stellt Fragen zu aktuellen politischen Ereignissen und zeigt, wie modern die ehemalige Sowjetrepublik geworden ist.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 28.09.2016 um 12:30 Uhr auf Phoenix.