Im Teutoburger Wald demonstrierte Hermann der Cherusker einst den Römern den Kampfesmut der Germanen. Bei Detmold steht sein Denkmal, obwohl die Schlacht hier gar nicht stattfand. Trotzdem lockt die imposante Statue alljährlich tausende Besucher an, ebenso wie die von Wind und Wetter gemeißelten Externsteine bei Horn-Bad Meinberg und die malerischen Fachwerkdörfer in der Region.
Verborgen bleibt vielen Besuchern ein anderer Schatz des 120 Kilometer langen Mittelgebirgszuges zwischen Bielefeld und Osnabrück: seine reichhaltige Tierwelt. Uhus nisten in den Felsen, Hermeline ziehen in alten Baumhöhlen ihre Jungen auf, Damhirsche äsen auf den Wiesen und liefern sich zur Brunftzeit erbitterte Kämpfe. Ein weiterer häufiger Bewohner des Teutoburger Waldes ist das Wildschwein. Die Tiere fressen alles, was ihnen vor die Schnauze kommt und durch ihre Wühlerei verschaffen sie auch anderen Tieren leichteren Zugang zu Wurm und Wurzel.
Der Film begleitet eine Wildschweinrotte über ein Jahr, zeigt seltene Verhaltensweisen von den kleinen "Frischlingen" im Frühling bis zu den großen, kämpferischen Keilern in der herbstlichen "Rauschzeit". Daneben zeichnet er ein liebevolles Portrait einer der schönsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands - des Teutoburger Waldes. Die Merkmale eines der reizvollsten Naturparks im norddeutschen Raum sind ausgedehnte Buchenwälder mit einsamen Waldpfaden, schattig kühle Tieflandbäche, mit Orchideen übersäte Kalktrockenoasen, verwunschene Moore und die leicht geschwungenen Hügel einer Altmoränenlandschaft.
aus der Reihe "Expeditionen ins Tierreich"
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 24.09.2016 um 12:30 Uhr auf MDR.