Andrea B. liebte ihre Wohnung, 30 Jahre lang wohnte sie in guter Lage in ihrer Stadt. Doch Vermieter witterten lukrativere Mieteinnahmen und nach und nach verschwanden die alten Bewohner. Andrea, inzwischen arbeitslos und erkrankt, wollte bleiben, aber ihre Vermieter machten Druck, nutzten jede Möglichkeit, die Miete zu erhöhen. Dann kamen Vorwürfe dazu, sie vernachlässige die Wohnung. Am Ende: Räumungsklage. Die Stadt verfrachtete Andrea in eine Notunterkunft ganz am anderen Ende von Berlin. Da wohnt sie jetzt „weitab vom wahren Leben", wie sie sagt.
Die Auseinandersetzungen um Wohnraum vor allem in den Städten werden immer heftiger. Wohnen wird fast zum Luxus, innerhalb von zehn Jahren haben sich in den angesagten Stadtvierteln der Hauptstadt die Mieten verdoppelt. Der Film begleitet Menschen, die im Moment ganz unten sind: Nach einer Zwangsräumung leben sie in Notunterkünften und versuchen verzweifelt, wieder Fuß zu fassen in einem normalen Leben mit Wohnzimmer, Küche, Bad. Wie können sie es schaffen?
Ein Film von Jule Sommer und Peter Kilimann aus der Reihe "Gott und die Welt"
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 24.09.2016 um 07:15 Uhr auf tagesschau24.