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Metamorphosen

Dokumentarfilm Deutschland 2014
Montag, 19.09.2016 23:30 Uhr
arte
Montag
19.09.2016
23:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Im Südural befindet sich eine der am stärksten radioaktiv belasteten Regionen der Welt. Am 29. September 1957 geschah hier eine der schlimmsten nuklearen Katastrophen der Menschheit. "Auf einmal gab es eine so starke Explosion, dass die Erde unter den Füßen gebebt hat und die Erwachsenen, die ja schon einen Krieg miterlebt hatten, dachten, dass wieder einer ausgebrochen ist", so beschreibt es eine Augenzeugin.
Ein Tank mit hochradioaktiven Abfällen explodierte auf dem Gelände der kerntechnischen Anlage Majak und setzte große Mengen an Radioaktivität frei, die sich bis 400 Kilometer nordöstlich von Majak verteilten. Aufgrund der meteorologischen Umstände sammelte sich die Strahlung im Südural, wodurch die Warnsysteme in Europa nicht ausschlugen. So konnte der Unfall mehr als 30 Jahre lang geheim gehalten werden. Viele Menschen in den betroffenen Gebieten wurden gar nicht oder nur unzureichend informiert und lebten weiter in den verstrahlten Gebieten, als sei nichts passiert.
Heute sind die meisten Einwohner in das neue Musljumowo umgesiedelt worden, das aber nur zwei Kilometer vom alten Dorf und dem radioaktiv verseuchten Fluss Tetscha entfernt ist. "Ich habe Angst vor der Strahlung, aber ich fühle sie nicht im alltäglichen Leben", erzählt einer der Einwohner von Musljumowo. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der Menschen, die dort entlang des hochgradig verseuchten Flusses Tetscha wie in einer vergessenen Welt leben.
Dokumentarfilm von Sebastian Mez

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 19.09.2016 um 23:30 Uhr auf arte.