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die nordstory - Herbst im Norden

Mittwoch, 21.09.2016 14:45 Uhr
NDR
Mittwoch
21.09.2016
14:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Niedersachsen: Kürbismeisterschaft
Landauf landab geben die Leute Ende Oktober den Kürbissen Gesichter. Auf dem Hof von Britta Bötel im niedersächsischen Börßum dagegen geht es um einen Titel. 30 bis 40 Züchter wollen niedersächsischer Kürbismeister werden. Den härtesten Kampf liefern sich seit Jahren Titelverteidiger Rick Sanders und Herausforderer Wolfgang Willmann. Welcher Kürbis das Kampfgewicht von mindestens 376 Kilogramm auf die Waage bringt, bleibt spannend bis zum Schluss.
Schleswig-Holstein: der Strandsegler von St. Peter-Ording
Strandsegeln zählt nicht zu den Top Ten der populärsten Sportarten. Denn den dafür erforderlichen Strand gibt es eben nicht überall! In St. Peter-Ording jedoch gehören die Strandsegler zum Bild wie Windsurfer, Kiter und Möwen. Sobald ein kräftiger Wind weht, brettern diese Boote mit Rädern über den feinen Sand, eine spektakuläre Angelegenheit und nichts für Ängstliche.
Mecklenburg-Vorpommern: Fischzug auf der Müritz
Wenn die Sonne über den Boeker Fischteichen aufgeht, Nebelschwaden übers Wasser ziehen und die Kraniche rufen, dann ist es Herbst an der Müritz. Der Saisonhöhepunkt des Jahres naht: die Müritz-Fischtage. Die Tage vor dem großen Fischzug sind allerdings nichts für Romantiker und haben nichts mit der Vorstellung des einsamen Fischers auf einem schaukelnden Holzkahn zu tun. Die Tage vor dem großen Fischzug sind der pure Wahnsinn. Das Filmteam begleitet einen Teichwirt und einen Seenfischer in diesen entscheidenden Tagen vor dem großen Fischzug und natürlich beim Finale Grande bei den Müritz-Fischtagen am Hafen von Waren.
Hamburg: Hirschbrunft
Im Zwielicht der Dämmerung geht es los: Dröhnende Brunftschreie der Hirsche zerreißen ab Mitte September die abendliche Stille in Hamburgs zweitgrößtem Naturschutzgebiet, dem Duvenstedter Brook. Die Rothirsche beginnen mit ihren Geweihkämpfen. Ein Kampf, der manchmal tödlich endet. Fast jedes Jahr findet Förster Jan Malskat einen verletzten oder toten Rothirsch in seinem Forstgebiet. Hundertschaften von Besuchern bevölkern im September das Naturidyll. Doch die Tiere sind hochsensibel. Wenn sich die Besucher nicht an die Regeln halten und die freigegebenen Wege verlassen, kann es sein, dass sich das Rotwild wochenlang versteckt. Das Ehepaar Schwesig würde am liebsten auch das Fahrradfahren im Duvenstedter Brook verbieten lassen, weil die schnellen Bewegungen der Menschen die Tiere erschrecken. Seit mehr als 40 Jahren beobachten die beiden die Brunft im Duvenstedter Brook. Wenn die Hirsche und ihr Rudel sich im Dämmerlicht langsam auf die Wiesen wagen, vielleicht sogar bei Vollmond, ist das betagte Ehepaar immer noch verzückt davon. Es gebe nichts Schöneres, sagen sie, ein einzigartiges Naturschauspiel am Rande einer Millionenstadt.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 21.09.2016 um 14:45 Uhr auf NDR.