Der Amazona-Regenwald ist einer der reichsten Lebensräume der Erde. Hier existieren mehr Tier- und Pflanzenarten als irgendwo sonst an Land. Amazonien ist jedoch weit mehr als eine bunte Ansammlung exotischer Arten - es ist ein Netzwerk aus komplexen Beziehungen, Symbiosen und Wechselwirkungen. Kommunikation funktioniert häufig über Farben - sie locken Partner an oder schrecken Feinde ab. Während Felsenhähne mit leuchtend rotem Gefieder Weibchen auf sich aufmerksam machen, signalisieren Pfeilgiftfrösche mit grellen Farben, wie ungenießbar sie sind.
Im Kronendach mächtiger Urwaldriesen locken farbenprächtige Blüten winzig kleine Kolibris an. Die Form der Blütenkelche entspricht exakt der des Kolibrischnabels - so bleibt der Nektar und damit auch die Pollenverbreitung dem kleinen Vogel vorbehalten. Besonders raffiniert ist es, sich seinen Feind zum Freund zu machen. Ein kleiner Frosch etwa wagt sich in den Bau einer Vogelspinne und hält ihn von Ameisen und Parasiten frei. Im Gegenzug wird er von der Spinne geduldet und lebt in einem sicheren Domizil. Seit Tausenden von Jahren leben die Kayapó-Indianer mit und von dem Regenwald. Der Filmemacher Christian Baumeister begleitet die Kayapó bei ihren aufwändigen Vorbereitungen für das große Bo-Fest.
Der 3. Teil folgt am 24. September.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 17.09.2016 um 21:00 Uhr auf HR.