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Flussdelphine in Myanmar

Die Freunde der Fischer
Sonntag, 11.09.2016 14:45 Uhr
EinsPlus
Sonntag
11.09.2016
14:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Beinahe schon sein ganzes Leben lang fischt U Sein Myint auf dem Irawadi, dem größten Fluss in Myanmar, ehemals Burma. Über viele Generationen haben die Fischer hier eine einzigartige Fangtechnik entwickelt. Sie arbeiten mit Flussdelfinen zusammen. "Wir locken die Fische aus ihren Verstecken und wenn sie dann rauskommen, treiben uns die Delfine die Fische zu. Dann werfen wir die Netze. Nur mit ihrer Hilfe können wir unseren Lebensunterhalt verdienen. Die Delfine sind unsere besten Freunde!" Doch die unverzichtbaren Helfer sind vom Aussterben bedroht.
Der Irwadi-Fluss hat den dort lebenden Delfinen ihren Namen gegeben. Generationen von Fischern bedienen sich der Irwadi-Delfine, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Sie lehren die Tiere, ihnen die Fische in die Netze zu treiben. Der Fischer U Sein Myint hat eine einfache, aber wirkungsvolle Methode, die Delfine anzulocken. Er stößt schrille Lockrufe aus und schlägt rhythmisch mit den Bleigewichten seines Fangnetzes auf die Planken. Nur so können die Delfine den Fänger orten und die Fische zu ihm treiben. Schließlich markieren die Delfine mit ihren Flossen, wohin der Fischer sein Netz werfen soll. Während U Sein Myint das Netz einholt, schnappen sich die Delfine ihren Anteil am Fang. So teilen sich Fischer und Delfine ihre Beute.
Wie lange es dieses einmalige Miteinander von Mensch und Tier noch gibt, ist ungewiss. Schätzungen zufolge gibt es nur noch etwa 70 Flussdelfine im Irawadi. Seit 2004 stehen sie auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Brian Smith von der New Yorker Wildlife Conservation Society und einige wenige einheimische Wissenschaftler haben inzwischen die Regierung Myanmars für die Delfine sensibilisiert.
Die Dokumentation schildert die Situation am Irawadi-Fluss (Irrawaddy-Fluss) in Myanmar, in dem die Flussdephine in einem einzigartigen freundschaftlichen Verhältnis den Fischern "zuarbeiten". Durch die intensive Fischerei mit Kiemennetzen und die chemische Verschmutzung durch Quecksilber, das bei der Goldgewinnung eingesetzt wird, sind die Tiere massiv vom Aussterben bedroht.
Film von Holger Preusse

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 11.09.2016 um 14:45 Uhr auf EinsPlus.

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Alternative Ausstrahlungstermine
11.09.2016 14:45EinsPlus