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Flughafen Hahn vor dem Absturz? - Hochfliegende Pläne und trübe Geschäfte
Mittwoch, 07.09.2016 11:45 Uhr
EinsPlus
Mittwoch
07.09.2016
11:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Es sollte der große Befreiungsschlag werden, um die Probleme rund um den Flughafen Hahn dauerhaft zu lösen: Am 6. Juni 2016 präsentiert der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) stolz einen neuen Eigentümer für den defizitären Airport im Hunsrück. Aus Shanghai waren die Investoren angereist, Hände wurden geschüttelt und strahlende Gesichter gezeigt. Der chinesische Investor, die Shanghai Yiqian Trading (SYT), hatte sich in einem Bieterverfahren durchgesetzt und sollte als neuer Besitzer für "weiteren Schub" bei der Sanierung des Flughafens sorgen. Von hochfliegenden Plänen war die Rede - und einer gesicherten Zukunft am Standort Hahn.
Doch knapp vier Wochen später muss der Innenminister erneut vor die Presse und einräumen, dass der Verkauf an die Chinesen geplatzt ist. Ein Fiasko. Denn der Minister muss sich fragen lassen, wie genau die chinesischen Geschäftspartner auf ihre Seriosität hin überprüft wurden und ob sich am Ende die Landesregierung gar von Hochstaplern hinters Licht hat führen lassen.
1994 war der Hahn als hoffnungsvolles Konversionsprojekt gestartet. Die ehemalige Airbase der amerikanischen Luftwaffe wuchs sich schnell zu einem wichtigen Drehkreuz für Billigflüge nach Europa aus. Doch bald stellten sich auch Schwierigkeiten ein. Denn der Flughafen häufte Defizite an, kam einfach nicht aus den roten Zahlen. Für das Land Rheinland-Pfalz, das zu 82,5 Prozent Eigner der Betreiber-Gesellschaft ist, wurde die Suche nach einem finanzstarken Investor immer drängender. Im Juni 2016 schien endlich mit der "China-Connection" der Durchbruch geschafft. Doch jetzt steht die rheinland-pfälzische Landesregierung vor einem Scherbenhaufen.
Der Beitrag geht der Frage nach, welches dubiose Verwirrspiel beim Verkauf des Flughafen Hahns abgelaufen ist. Wer steckt wirklich hinter den chinesischen Investoren und warum hat die Landesregierung sie nicht gründlich überprüfen lassen? Und schließlich: Wird der Hahn auch künftig ein Drehkreuz für Billigflüge sein?
Die journalistischen Filme zeigen Entwicklungen auf, beziehen Standpunkt, liefern Analysen und erzählen Geschichten einzelner Menschen emotional nah am Zuschauer.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 07.09.2016 um 11:45 Uhr auf EinsPlus.