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Der letzte Raubzug

Das Geschäft mit der Ausrottung - Thema: Boomende Schwarzmärkte
Dienstag, 06.09.2016 22:40 Uhr
arte
Dienstag
06.09.2016
22:40 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Weltweit eskaliert der illegale Handel mit bedrohten Tieren wie Elefanten, Nashörnern oder Tigern. Die Preisbildung folgt einem einfachen Prinzip: Je größer die Gefahr, dass eine Art ausstirbt, desto höher die Gewinnaussichten. Diese erschreckende Logik hat dramatische Folgen für den Bestand der Lebewesen.
Mittlerweile ist der illegale Handel mit Wildtieren nach dem Drogen- und Waffenhandel zu einem der lukrativsten illegalen Wirtschaftszweige geworden. Geschätzter Jahresumsatz: 20 Milliarden US-Dollar. Die Nachfrage nach seltenen Tieren ist in den letzten Jahren förmlich explodiert. Grund dafür sind vor allem die wachsenden Einkommen im boomenden China und Südostasien, wo Tierteile in der traditionellen Medizin verwendet werden. Sie werden jedoch auch zunehmend als Luxusgüter und lukrative Anlageobjekte erworben. Besonders Elfenbein ist in China ein traditionelles Symbol für Reichtum und soziales Ansehen.
Die Dokumentation "Der letzte Raubzug" führt von den Hotspots der Wilderei in Kenia oder Südafrika über Vietnam nach China, wo sich Prominente wie Jackie Chan in groß angelegten Aufklärungskampagnen dem Schutz dieser vom Aussterben bedrohten Tiere verschrieben haben. Filmemacher Jakob Kneser deckt die Zusammenhänge zwischen Angebot und Nachfrage in den wirtschaftlich boomenden Metropolen Asiens auf und sucht nach den Strippenziehern in diesem schmutzigen, von Kartellen organisierten Geschäft.
Dokumentation Deutschland 2015

* Thema: Boomende Schwarzmärkte

ARTE beleuchtet äußerst lukrative Wirtschaftszweige, die ihre Gewinne abseits der Öffentlichkeit erwirtschaften. Der illegale Handel mit antiken Kulturgütern zum Beispiel ist der drittgrößte illegale Markt der Welt, mit einem Umsatz von jährlich mehreren Milliarden Euro. Die bei Plünderungen und Raubgrabungen erbeuteten Kunstwerke gelangen oft auf den regulären Markt. Der Dokumentarfilm "Staatsaffäre Kunsthandel" deckt die Strukturen des verschwiegenen internationalen Antikenmarktes auf und stellt die Frage nach konsequenten Sanktionen durch die internationale Gemeinschaft. Die anschließende Dokumentation "Die Spur der Tempelräuber" fahndet in fast vergessenen Dschungel-Tempeln nach Indizien eines spektakulären Kunstraubs. Wie kommt eine der berühmtesten Statuen Kambodschas in den Auktionskatalog von Sotheby's?
Zum Schluss widmet sich THEMA mit dem Film "Der letzte Raubzug" seltenen Wildtieren. Zwar ist der Handel mit bedrohten Tierarten seit Jahrzehnten verboten, aber es fehlen die Mittel, um diese Verbote wirksam durchzusetzen. Wer sind die globalen Mitspieler in diesem tödlichen Spiel um Macht, Gier und Profit? Wer zieht die Fäden und wer sind die Abnehmer? Die Dokumentation reist unter anderem zu den Hotspots der Wilderei, um Antworten zu finden.

Regie: Jakob Kneser\nProduzent: ZDF\n

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 06.09.2016 um 22:40 Uhr auf arte.