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Staatsaffäre Kunsthandel

Dokumentarfilm Frankreich 2014 - Thema: Boomende Schwarzmärkte
Dienstag, 06.09.2016 20:15 Uhr
arte
Dienstag
06.09.2016
20:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Der Status antiker Kunstwerke hat sich verändert: Weit weg von der naiven Vorstellung eines gemeinsamen Menschheitserbes, werden unsere Kulturgüter von terroristischen Gruppen geplündert und von Staaten zu nationalistischen, politischen und wirtschaftlichen Zwecken instrumentalisiert.
Der illegale Handel mit antiken Kulturgütern ist nach dem Drogen- und Waffenhandel der drittgrößte illegale Markt der Welt, mit einem Umsatz von jährlich mehreren Milliarden Euro. Die bei Plünderungen und Raubgrabungen erbeuteten Artefakte gelangen auch auf den regulären Markt und überschwemmen geradezu die Auktionshäuser und großen Museen. Ganze Völker werden so ihres kulturellen Erbes beraubt. Die ausgeplünderten Staaten verlangen nun die Restitution der geraubten Kunstschätze. Lange wurden ihre Forderungen einfach übergangen. Doch die Plünderungen durch den IS im Irak und in Syrien sorgten für weltweite Empörung.
Wie werden die geraubten Werke "reingewaschen"!? Welche Rolle spielt der legale Handel bei diesen illegalen Geschäften? In welchem Maße finanziert dieser Handel mit Kunstschätzen den Terrorismus? Was tut die internationale Gemeinschaft dagegen? In Ermangelung eines gemeinsamen Rechts und angesichts unaufhörlich steigender Preise hat der Handel mit Objekten aus illegalen Quellen beinahe industrielle Ausmaße angenommen.
Für die Forderungen der Herkunftsländer ist die UNESCO-Konvention gegen illegalen Handel mit Kulturgut von 1970 bis heute das wichtigste Instrument gegen den illegalen Antikenhandel. Diese verpflichtet die Vertragsstaaten zur Rückgabe von unrechtmäßig angeeigneten Artefakten. Die internationale Öffentlichkeit sieht es als dringend geboten, dem Treiben ein Ende zu bereiten. Aber sind die Regierungen dazu bereit?
Von Berlin bis Peking, von Rom bis an die syrische Grenze: Beobachtungen zu einem blühenden Handel im Zentrum eines neuen ökonomischen, kulturellen und diplomatischen Konflikts.

* Thema: Boomende Schwarzmärkte

ARTE beleuchtet äußerst lukrative Wirtschaftszweige, die ihre Gewinne abseits der Öffentlichkeit erwirtschaften. Der illegale Handel mit antiken Kulturgütern zum Beispiel ist der drittgrößte illegale Markt der Welt, mit einem Umsatz von jährlich mehreren Milliarden Euro. Die bei Plünderungen und Raubgrabungen erbeuteten Kunstwerke gelangen oft auf den regulären Markt. Der Dokumentarfilm "Staatsaffäre Kunsthandel" deckt die Strukturen des verschwiegenen internationalen Antikenmarktes auf und stellt die Frage nach konsequenten Sanktionen durch die internationale Gemeinschaft. Die anschließende Dokumentation "Die Spur der Tempelräuber" fahndet in fast vergessenen Dschungel-Tempeln nach Indizien eines spektakulären Kunstraubs. Wie kommt eine der berühmtesten Statuen Kambodschas in den Auktionskatalog von Sotheby's?
Zum Schluss widmet sich THEMA mit dem Film "Der letzte Raubzug" seltenen Wildtieren. Zwar ist der Handel mit bedrohten Tierarten seit Jahrzehnten verboten, aber es fehlen die Mittel, um diese Verbote wirksam durchzusetzen. Wer sind die globalen Mitspieler in diesem tödlichen Spiel um Macht, Gier und Profit? Wer zieht die Fäden und wer sind die Abnehmer? Die Dokumentation reist unter anderem zu den Hotspots der Wilderei, um Antworten zu finden.

Regie: Tania Rakhmanova\nProduzent: ARTE F\n

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 06.09.2016 um 20:15 Uhr auf arte.