Die Alpen und der Mensch, das waren von jeher Geschichten von Superlativen, von Erfolgen und vom tragischen Scheitern. Doch das höchste Gebirge Europas ist viel mehr als nur ein gewaltiges Ausrufezeichen der Natur. In acht Staaten prägen die steilen Bergmassive die Landschaft und das Leben von fast 15 Millionen Menschen. Klimatische Besonderheiten und Extreme machen die Alpen aber auch zu einem besonders empfindlichen und gefährdeten Ökosystem.
Für die Dokumentation "Auf dem Dach Europas" haben Barbara Lueg und Stephan Merseburger dem Bann der Berge nachgespürt. Ihre Reise folgte der "Via Alpina", einem 6.000 Kilometer langen Wanderweg, der die Alpen in ihrer ganzen Länge von Westen nach Osten durchmisst. Auftakt des zweiten Teils der Alpendokumentation ist das legendäre "Ski-Opening" Ende November in Ischgl. Das ist wie Ballermann in den Bergen, der Alkohol fließt in Strömen, und wer mit Party nichts am Skihelm hat, ist hier fehl am Platz. Denn Schneesicherheit allein reicht nicht mehr, um sich in der Konkurrenz der Skigebiete behaupten zu können. Die Riesenparty von November bis Ostern - das ist der Marketing-Clou nicht nur von Ischgl. Umso ruhiger geht es in den Tälern des südwestlichen Piemont zu. Sie gehören zu den einsamsten der Alpen. Manche Täler verloren neun Zehntel ihrer Bewohner, in den Dörfern zerfallen die Häuser, die Natur erobert die Almen zurück.
Film von Barbara Lueg und Stephan Merseburger
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 30.08.2016 um 21:00 Uhr auf Phoenix.