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Kurioses aus der Tierwelt

Von Spinnern und Webern: Der Vogel und die Spinne
Donnerstag, 25.08.2016 13:55 Uhr
arte
Donnerstag
25.08.2016
13:55 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Spinnen weben filigrane Netze aus ihrer eigenen Seide, und Vögel flechten Nester aus Halmen und Blättern. In der heutigen Folge betrachtet David Attenborough die Techniken und Materialien, mit denen diese Spinner und Weber ihre kunstvollen Gebilde anfertigen. Vogelnester gibt es in den verschiedensten Formen, jede Art baut auf ihre Weise. Die einfachsten Nester bestehen aus Zweigen, die zusammengesteckt werden. Doch es gibt auch kompliziertere Modelle.
Die Schwanzmeise verfilzt Moos und Spinnweben zu einem kugelförmigen Nest. Und Webervögel weben buchstäblich mit Pflanzenfasern. Aber sind solche Fähigkeiten angeboren oder erlernt?
Im Jahr 1905 interessierte sich der südafrikanische Schriftsteller und Biologe Eugène Marais für das Nestbautalent der Webervögel. Er wollte herausfinden, ob die Tiere lernten, wie man ein so kompliziertes Nest konstruiert, oder ob sie von einem, wie er es nannte, "kulturellen Instinkt" geleitet waren. Zu diesem Zweck führte Marais ein einfaches Experiment durch: Er nahm die Eier eines wilden Webervogelpaars und legte sie in das Nest eines Kanarienvogels, der sie ausbrütete. Als die Jungen groß genug waren, um selbst Eier zu legen, stellte er ihnen kein Nistmaterial zur Verfügung, sondern ließ ihr Gelege erneut von einem Kanarienvogel ausbrüten. So ging das über drei Generationen. Als die vierte Generation fortpflanzungsfähig wurde, versorgte er sie mit natürlichem Nistmaterial, und ohne zu zögern machten sie sich eifrig ans Werk und bauten perfekte Webervogelnester.
Die Fähigkeit zum Nestbau ist also weitgehend genetisch bedingt. Hinzu kommen die Erfahrung des Baumeisters und äußere Faktoren. Nester derselben Webervogelart sind nicht unbedingt alle genau gleich; die Umstände zwingen die Vögel, flexibel zu sein.
Webervögel bauen ihre Nester aus Materialien, die sie in ihrer Umgebung finden. Andere geniale Baumeister der Natur sind die Spinnen. Sie fertigen ihre Netze aus einem faszinierenden Werkstoff, den sie selbst herstellen: Seide. Spinnenseide ist einzigartig. Sie ist sehr dünn, sehr belastbar und sie hat viele interessante Anwendungsmöglichkeiten. Die Spinnen stellen sie mit Leichtigkeit her und Wissenschaftler arbeiten seit Jahren daran, diese künstlich herzustellen.
Die Natur ist voller faszinierender Geschöpfe und wundersamer Geschichten: Weshalb legt das Schnabeltier, das doch ein Säugetier ist, Eier? Mit welcher Absicht hat die Natur das Schneckenhaus und den Stoßzahn des Narwals spiralförmig gestaltet? Warum hat sie bestimmte Tiere mit auffallenden Mustern und grellen Farben ausgestattet? Der berühmte britische Tierfilmer und Naturforscher Sir David Attenborough ist bei seinen Reisen auf viele außergewöhnliche Lebewesen und interessante naturgeschichtliche Dokumente gestoßen. In der Dokumentationsreihe stellt er in jeder Folge zwei Tiere gegenüber, die eine erstaunliche Eigenschaft gemeinsam haben.
Dokumentationsreihe Großbritannien 2013

Regie: Hilary Jeffkins\n

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 25.08.2016 um 13:55 Uhr auf arte.