Zum Auftakt der Reihe "DoX - Der Musiksommer im BR" zeigt BR Fernsehen die brandneue Dokumentation über Udo Lindenberg. Herausgekommen ist ein Film, der versucht, dem Phänomen Lindenberg auf die Spur zu kommen, indem er den Menschen Lindenberg in den Mittelpunkt rückt. Es gibt in diesem sehr unterhaltsamen Film neben der Musik auch sehr viele stille, berührende Momente. So nahe kam man einem Lindenberg selten. Der Hut, die Zigarre, der tänzelnde Gang. Es gibt nicht viele Künstler, die an ihrer Silhouette zu erkennen sind. Udo Lindenberg hat sein Leben lang hart an seiner Karriere gearbeitet. Manchmal nahe am Abgrund, strauchelnden Schrittes, nicht immer zielsicher. Er hat Lieder geschrieben, die uns berühren, manche für die Ewigkeit. Er hat Worte und Gestalten erfunden, die es vor ihm nie gab. Er hat unser Leben begleitet und bereichert. Ein Stehaufmännchen, ein Wanderer, ein Suchender. Und einer, der sich immer einmischt und den Mund öffnet, wenn andere schweigen.
Udo Lindenbergs Verdienste sind unbestritten. Sein Ruf als Pionier der deutschen Rockmusik ist längst gesichert. 50 harte Rockerjahre liegen hinter ihm. Und nach eigener Aussage will er noch mindestens zwei Jahrzehnte auf der Bühne stehen. Für sein neues Album reist Udo Lindenberg samt Entourage nach London ins legendäre Abbey Road Studio. Die Kamera ist dabei. Das 60-köpfige Orchester liefert symphonische Klänge. Hier, im ehrwürdigen Studio, bekommt die Silhouette Lindenbergs, der ehrfürchtig den Klängen der Symphoniker lauscht, plötzlich noch eine andere Dimension. Die Musik aus dem Film "Der Pate", zu der er einen neuen Text geschrieben hat, verschmilzt mit seiner Vorstellung von Unendlichkeit. Lindenberg, der dem Tod mehrmals von der Schippe gesprungen ist, greift nach den Sternen. Niemals ging es ihm so gut wie heute. Man ahnt nach diesem Film: Das Lindenbergsche Universum ist größer als die Musik selbst.
Regie: Falko Korth\nRedaktion: Walter Greifenstein\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 16.08.2016 um 22:45 Uhr auf BR.