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DDR unterm Regenbogen

Homosexuelle in der DDR
Dienstag, 16.08.2016 22:45 Uhr
RBB
Dienstag
16.08.2016
22:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Die Filmemacher Jochen Hick und Andreas Strohfeldt zeichnen die Lebensstationen von fünf Lesben und Schwulen nach, die im Spannungsfeld zwischen Obrigkeit, herrschender Sexualmoral und dem Drang nach sexueller Selbstbestimmung versucht haben, in der DDR ihren Platz zu finden. Zur Zeit ihrer Kindheit und Jugend ist der Homosexuellenparagraph §175 noch in Kraft. Während der Weimarer Republik haben die Kommunisten ihn bekämpft. Nach dem Krieg brauchte es fast 20 Jahre, bis sie ihn abschafften.
Christian Pulz, Jahrgang 1944, empfindet als junger Mann seine sexuelle Neigung als Sünde und sucht ausgerechnet im Studium der Theologie sein Heil. Peter Rausch, Sohn einer Arbeiterfamilie, gründet in den 1970er-Jahren in Ost-Berlin die erste homosexuelle Aktivistengruppe in der DDR. Er erlebt die Unmöglichkeit der Vereinsgründung im sozialistischen Staat. Marina Krug, aufgewachsen am Bogensee nahe Wandlitz, ist auf der Suche nach persönlicher Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung und Identität als Lesbe. 1983 stellt sie ihren ersten Ausreiseantrag. Der Berliner Klaus Laabs, Sohn eines hohen Staatsfunktionärs, strebt nach politischen Ämtern, will politische Veränderungen in der DDR und versucht auch das Thema Homosexualität in der Partei zu diskutieren. Andreas Fux etabliert sich in den 1980er Jahren am Prenzlauer Berg als Fotokünstler und gerät vorübergehend ins Visier der Staatssicherheit. In der DDR profiliert er sich zum Fotografen für Männerakte.
Die Dokumentation ist die erste Fernsehdokumentation über die Geschichte der Lesben und Schwulen in der DDR.
Ein Film von Jochen Hick und Andreas Strohfeldt

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 16.08.2016 um 22:45 Uhr auf RBB.