Die Vergabe der Fußball-WM 2022 durch die FIFA an das Emirat Katar hat einen Tsunami in der internationalen Sportwelt ausgelöst. Der Golfstaat wurde unter die Lupe genommen und es wurde "entdeckt", was man eigentlich schon lange wusste oder hätte wissen sollen. Besonders die Arbeitsbedingungen auf den Stadion-Baustellen und bei den weiteren Infrastrukturen für das sportliche Mega-Ereignis sorgen seit Jahren vielerorts für Empörung. Die Bauarbeiter, vorwiegend Arbeitsmigranten aus Asien, insbesondere Nepal, sind weitgehend rechtlos und schlecht bezahlt. Zudem haftet der Entscheidung, die Fußball-WM in Katar auszutragen, der Verdacht der Korruption an.
In der Folge wurden und werden nun beinahe alle sportliche Großereignisse infrage gestellt, ebenso wie Sportinstitutionen wie die FIFA, UEFA oder das Olympische Komitee. Zu häufig führen diese Events zur Verschuldung der Länder, in denen sie stattfinden. Zu oft hinterlassen sie teure Bauruinen, die der Bevölkerung nicht zugute kommen. Es werden die Arbeitsbedingungen und sozialen Rahmenbedingungen in Katar untersucht und abgebildet. Zu Wort kommen dabei auch Arbeitsmigranten aus Nepal, die gewissermaßen von unten die Entstehung eines Mega-Events erfahren haben.
Regie: Stefan Maier, Esther Saoub\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 18.08.2016 um 09:25 Uhr auf arte.