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Stürmische Zeiten - 1968 und die Kirchen

"stationen.Dokumentation"
Montag, 15.08.2016 19:15 Uhr
ARD alpha
Montag
15.08.2016
19:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

"Schaut beim Loben nicht stets nur nach oben!" Die Teilnehmer der Frühjahrssynode der Evangelischen Landeskirche im März 1969 sind irritiert. Eine Art "außersynodale Opposition" tritt ihnen mit bunten Flugblättern entgegen. Auf denen steht auch "Wir erwarten, dass die Kirche `in das Neuland vorstößt, von dem es keine Karte gibt`." Es sind stürmische Zeiten für die Kirchen angebrochen. Auf einmal gibt es Pfarrer, die gegen den Vietnam-Krieg und für mehr soziale Gerechtigkeit in Bayern und der Welt predigen. Und es gibt aufmüpfige Laien, die ihre Kirchenleitungen kritisieren und sogar in Frage stellen. Der Aufbruch von 1968 rüttelt Christen und die beiden großen Kirchen nicht nur in Bayern auf - Wie kam es dazu und was ist davon geblieben, fragt Jutta Neupert in ihrer Dokumentation. Es erzählen Fulbert Steffensky, einer der Mitbegründer des Politischen Nachtgebets, Jürgen Moltmann, Verfasser der "Theologie der Hoffnung", und Johann Baptist Metz, der Begründer der "neuen" politischen Theologie. Antje Vollmer, die 1968 in Berlin evangelische Theologie studierte, spricht im Film über den Umbruch in Westberlin, und Wolfgang Thierse berichtet über die Hoffnungen junger engagierter Katholiken in Ostberlin. Die Befindlichkeiten in Bayern in jenen bewegten Zeiten schildern Prälat Peter Neuhauser, der damals als Studentenpfarrer in München tätig war, und Dieter Helbig, der mit politischen Predigten seine Gemeinde in Nördlingen stark polarisierte. Mit viel Musik und historischen Filmdokumenten führt die Sendung in eine Zeit, in der alles möglich schien.
Film von Jutta Neupert

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 15.08.2016 um 19:15 Uhr auf ARD alpha.

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15.08.2016 19:15ARD alpha