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Kulturerbe Afrika

Sonntag, 14.08.2016 06:45 Uhr
SR
Sonntag
14.08.2016
06:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Afrika ist kein homogener Raum. Es ist ein Kontinent mit über 50 Staaten, bevölkert von mehr als einer Milliarde Menschen. Und es ist ein Kontinent mit unzähligen, zum Teil uralten Kulturen.
In ihrer Vielfalt wurden diese von der UNESCO als Welterbe ausgezeichnet. Max Moor zeigt in dieser Etappe einige der afrikanischen Kulturen - von Timbuktu bis Ghana.
Durch die Wüste führen die alten Salzkarawanenwege der Tuareg. Seit Jahrhunderten ist Timbuktu im heutigen Mali ein Zentrum des Sahara-Handels. Ende des 19. Jahrhunderts passierten hier jedes Jahr etwa 400 Karawanen mit 140.000 Kamelen. Der deutsche Geograf und Afrikaforscher Heinrich Barth reiste 1849 mit einer britischen Expedition durch Westafrika. Ein halbes Jahr lebte Barth in Timbuktu. Er schrieb über die Lehmarchitektur und die bunten Farben. Eine alte Bevölkerungsgruppe, die Dogon, sind vor über 800 Jahren in den kahlen, unwirtlichen Osten Malis vertrieben worden. Vermutlich, weil sie sich geweigert haben, zum islamischen Glauben überzutreten. Die Felsen des Bandiagara-Plateaus boten den Dogon Schutz vor Verfolgung. Die Kunst der Dogon, vor allem ihre Holzfiguren, symbolisieren und beschwören die Verbindung der Lebenden zu ihren Ahnen. Zeugnisse dieser Kunst finden sich heute in den bedeutendsten Museen der Welt.
Alle Wege führen nach Djenné, sagt man in Mali. Händler wie Gläubige streben in die alte Handelsstadt im Herzen des westafrikanischen Staates. In alten Berichten wird Djenné als groß, reich und glücklich beschrieben. Als eine Stadt, in der der Handel floriert und das Handwerk gedeiht. Djenné, die schönste Stadt der Sahelzone, "vom Himmel gesegnet und geliebt von Gott", gilt bis heute als das Juwel im Tal des Niger.
Nirgendwo in Afrika liegt mehr Gold unter der Erde als in Ghana. Man fördert es bis heute. Auch wenn es von ausländischen Firmen abgebaut wird, sind die Ashanti immer noch stolz auf "ihr" Gold, das Grundlage ihrer vorkolonialen Zivilisation war. Und das, wie alle Bodenschätze Afrikas, auch die Begehrlichkeiten der Kolonialmächte weckte. Das Land der Ashanti liegt im Waldgürtel Westafrikas. Fast 200 Jahre herrschten die Ashanti im heutigen Ghana. Ihr Reich war einer der wenigen afrikanischen Staaten, das ernsthaft Widerstand gegen die europäischen Kolonialmächte leisteten. Erst 1900 unterlagen die Ashanti den Briten. Die Kultur dieses legendären Reiches aber lebt noch immer fort.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 14.08.2016 um 06:45 Uhr auf SR.

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