Das Wendland steht bis heute für bäuerliche Idylle. Hier gibt es noch ein Landleben wie es einmal war und wie es sein sollte: weite Landschaften, jahrhundertealte Fachwerkhäuser und klapprige Scheunen. Blumenwiesen und Tümpel prägen diese Region. Ein Paradies für Kinder wie Hauke und Justine. Über ein Jahr lang fing Ernst Sasse das Leben des Geschwisterpaares mit der Kamera ein. Der Film zeigt eine Kindheit, die vom Leben in und mit der Natur geprägt ist, eine Kindheit, die man nur aus alten Büchern und Filmen zu kennen glaubte.
Das Wendland im Landkreis Lüchow-Dannenberg ist eines der wichtigsten Naturräume Norddeutschlands mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt, das im Schatten der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze erhalten geblieben ist. Hier brüten Schwarzstörche, Seeadler und Kraniche, leben Füchse, Fischotter und Biber. Vor den Elbdeichen liegen Auwälder und weite Überschwemmungsflächen, Waldgebiete grenzen an Felder und Feuchtwiesen.
Das Wendland ist aber auch eine Region, in der außergewöhnliche Menschen, bodenständige Bauern, Querdenker und Künstler leben. Zum Beispiel der Maler Wolf-Rüdiger Marunde, der in diesem Film mit seinen Bildern einen ganz eigenen Blick auf das Landleben und die Natur seiner Heimat wirft. Marunde weiß, was er zeichnet, denn er wohnt selber in einem kleinen 150-Seelen-Dorf in der Nähe der Elbe, zwischen Biolandwirtschaft und Atomkraft, zwischen Bauern und aus den Metropolen Hamburg und Berlin "geflohenen" Städtern. Alle Moden und Trends, die Menschen und Tiere berühren, treffen in seinen Cartoons aufeinander und werden von ihm humorvoll und ironisch kommentiert. So entsteht ein liebevolles Porträt dieser einzigartigen Landschaft, einer Landschaft, wo Landleben noch so ist, wie es war und wie es sein sollte.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 10.08.2016 um 11:30 Uhr auf NDR.