Die Umweltprobleme, mit denen das Land heute kämpft, verstärken die Angst vor den zerstörerischen Folgen des Wachstums. Das moderne Indien ist aus einem Kulturschock entstanden und scheinbar für immer zwischen seinen Wurzeln und seiner Zukunft hin- und hergerissen. Das westliche Modell mit seinem Streben nach wissenschaftlichem und materiellem Fortschritt wird nicht von allen Indern mitgetragen. Diese Zerrissenheit empfinden auch die Fotografen, wenn sie sehen, wie sich ihre Heimatstädte wandeln. Die Fotografen Sameer Tawde, Saibal Das und Ravi Agarwal stammen selbst aus Indiens Metropolen, die zum Inbegriff der Entwicklung des Landes geworden sind. Sie gehen mit ihrer Kamera auf Erkundungstour - von den historischen Stadtzentren bis in die abgelegenen Vororte. Sie fotografieren in der Weltstadt Mumbai, in Kalkutta mit seinem Erbe der britischen Kolonialzeit oder auch in der Stadt in der Stadt, in Neu-Delhi, das mittlerweile weit über das alte Delhi hinausgewachsen ist.
Indien ist ein Land im rasanten Umbruch. Der ARTE-Vierteiler erteilt den Fotografen des vielschichtigen Subkontinents das Wort. Denn ihr Blick geht tiefer, ihr Fotojournalismus schärft unser Bewusstsein für die indische Sicht der Dinge. Wie kann man die jüngsten Entwicklungen im heutigen Indien begreifen? ARTE zeigt die vier Dokumentationen an einem Sonntagnachmittag
Regie: Emma TASSY\nAutor: Emma TASSY\nProduzent: ARTE F\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 07.08.2016 um 17:10 Uhr auf arte.