Im Jahr 2015 wurden von der Polizei insgesamt 167.136 Einbrüche aufgenommen, ein Rekordwert. Eine Hochburg solcher Vergehen ist die Region Köln-Bonn. Hier finden besonders viele Einbrüche statt. Wir sprechen vor Ort mit der Bonner Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa, um den Ursachen dieser Entwicklung auf den Grund zu gehen. Welche Gegenmaßnahmen können getroffen werden, sowohl von Bürgern als auch von der Polizei? Welche Rolle spielt Prävention?
In den letzten 5 Jahren ist die Einbruchsrate deutschlandweit sprunghaft um mehr als 35% angestiegen. Die Aufklärungsrate durch die Polizei ist dabei jedoch gering. Einbrüche sind nur schwer aufzuklären und Täter nur selten zu identifizieren. Hintergründe und Ursachen für diese problematische Entwicklung sollen aufgedeckt werden.
Dazu wird unser Moderator Hans-Werner Fittkau mit Sebastian Fiedler, dem Vorsitzenden des Bundes deutscher Kriminalbeamter, sprechen und der Frage nachgehen, welche Rolle Ausrüstung und Personalknappheit bei der deutschen Polizei spielen. Auch die Zusammenarbeit zwischen den Ländern und deren Behörden wird dabei beleuchtet.
Schließlich widmet sich das Thema noch den Folgen von Einbruchsdelikten. Materiell und auch seelisch können dadurch schwere Schäden entstehen, die die Betroffenen für lange Zeit begleiten. Allein für das Jahr 2015 haben die deutschen Versicherungsunternehmen 530 Millionen Euro aufgebracht, um die materiellen Schäden zu begleichen. Opfer von Einbruchsvergehen sind oftmals über Monate hinweg psychisch belastet und fühlen sich in ihrer Privatsphäre geschädigt.
Welche weiteren Folgen gibt es und welchen Schaden trägt unsere Gesellschaft davon? Wie kann Betroffenen geholfen werden? Und welche Maßnahmen sind ratsam, um sich vor Einbrüchen zu schützen? Hierzu äußert sich Alexander Küsel, Experte für Einbruchsschutz der Deutschen Versicherungsgesellschaft.
* Dokumentation: "7 Tage Bürgerwehr" (Film von Frida Thurm und Jakob Rausch)
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 27.07.2016 um 10:30 Uhr auf Phoenix.