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Irlands einsamer Westen

Eine Reise durch Connemara mit dem Priester und Poeten John O'Donohue
Sonntag, 24.07.2016 09:30 Uhr
HR
Sonntag
24.07.2016
09:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

In Connemara, dem Land der tausend Seen und der dunklen Berge weit im Westen der irischen Insel, gibt es keine Städte, kaum Dörfer, ein paar Siedlungen, ansonsten nur Landschaft. Die Menschen sprechen meist noch Gälisch, eine alte, dem Keltischen verwandte Sprache. Der Priester, Poet und Philosoph John O'Donohue lebte in Connemara. Er wusste um die Vielschichtigkeit dieser Landschaft, deren Einsamkeit nur auszuhalten ist, "wenn der Kompass der eigenen Seele weiß, wo es langgeht."
Eine ganz eigene Mystik und Spiritualität kennzeichnen diesen einsamen Westen Irlands. Keltische Mythen vermischen sich mit christlichen Traditionen. Irland ist zweifelsohne ein modernes Land, immerhin mit einer der höchsten europäischen Wachstumsraten in der Wirtschaft. Doch tief drinnen in der irischen Seele sind Glaube und Aberglaube eine ganz eigene Verbindung eingegangen. Die Identität dieses Volkes, das Jahrhunderte lang von den Engländern unterdrückt war, ist geprägt durch die Insel-Existenz - nicht mehr so ganz zu Europa gehörig, doch auch noch nicht Amerika. Die irische Literatur hat Nobelpreisträger hervorgebracht.
Doch ohne die irische Spiritualität und Landschaft sind diese Werke nicht zu verstehen. Eine der urtümlichsten Regionen der Insel ist noch heute Connemara. Als Reiseführer durch Connemara macht John O'Donohue vertraut mit dieser Landschaft, mit der irischen Westküste und den kleinen Fischerorten - und nicht zuletzt mit den Aran-Islands. - Der irische Poet und Priester John O'Donohue starb im Januar 2008.
Ein Film von Meinhard Schmidt-Degenhard aus der Reihe "Horizonte"

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 24.07.2016 um 09:30 Uhr auf HR.