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Brandgefährlich - Ausbildung bei der Feuerwehr (1/2)

Eine Reportage von Andreas Graf
Dienstag, 19.07.2016 20:15 Uhr
HR
Dienstag
19.07.2016
20:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Ein Zugunfall mit Gefahrgutalarm: Giftige Flüssigkeit läuft aus dem Kesselwagen. Bei der Feuerwehr geht der Notruf ein. Jetzt müssen sie schnell sein, Annika und ihre Kollegen. In der Theorieausbildung in Kassel haben sie alle Szenarien schon einmal durchgesprochen, doch wenn sie dann tatsächlich einen solchen Ernstfall üben, zeigt sich schnell, dass viele Fehler möglich sind. Fehler sind wichtig, sagen die Ausbilder, aus Fehlern lernt man am besten. Aber irgendwann während der Ausbildung müssen die Fehler weniger, Schnelligkeit und Präzision höher werden. Sonst wird das nichts mit dem Berufswunsch.
48 angehende Feuerwehrmänner und -frauen werden jedes Jahr im modernsten Trainings-Center Europas in Frankfurt ausgebildet. Das Ziel: löschen, retten, bergen – so der Slogan der Feuerwehr. Mehrere Wochen werden die Auszubildenden nun täglich im Übungseinsatz sein, so realistisch wie möglich. Annika ist die einzige Frau in diesem Lehrgang. Sie hat sich vorgenommen, genauso gut zu sein wie Dennis und ihre anderen männlichen Kollegen. Wird sie das schaffen? Schon das Sporttraining ist hart – wie wird das nur erst bei den Spezialeinsätzen?
Die Auszubildenden müssen mehr als zwanzig verschiedene Einsatzszenarien trainieren – mehrfach. Neben klassischen Feuer-Einsätzen werden sie oft zu Verkehrsunfällen gerufen. Eine Person liegt unter dem Auto, eine andere ist im Fahrzeug eingeklemmt, im dritten Fall ist ein LKW mit radioaktiver Ladung verunglückt.
Auch in den Untergrund müssen die Auszubildenden mehrfach. Aus einer U-Bahnstation sind Feuer und Rauchentwicklung gemeldet. Personen liegen bewusstlos in der Station. Ohne Sicht müssen die angehenden Feuerwehrleute in den U-Bahnhof hinunter und sich in gebückter Haltung langsam vorantasten. Die Atemgeräte sind noch ungewohnt, das Atmen ist sehr anstrengend. Es ist heiß. Und: es dauert ziemlich lange, bis sie die Person gefunden haben. Jetzt bloß keinen Arm auskugeln oder den Kopf anstoßen. Zum Glück ist es hier nur eine Puppe und die Ausbildung noch lang.
Der 2. Teil folgt am 26. Juli.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 19.07.2016 um 20:15 Uhr auf HR.

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