Von Narva in Estland bis nach Athen in Griechenland, vom Baltikum zur Akropolis. Ein rbb-Team hat sich auf die Reise gemacht zu den Menschen diesseits und jenseits der Außengrenze der Europäischen Union. Der alte Traum von einem geeinten Europa sollte ein gutes Stück mehr Wirklichkeit werden, zehn Staaten Ost- und Südosteuropas wurden 2004 in die Europäische Union aufgenommen. Die Teilung Europas schien einmal mehr überwunden. Wie sieht heute, zwölf Jahre später, die Realität aus? Nicht nur eine Wohlstandsgrenze trennt beide Seiten, immer häufiger dient der Verweis auf die Unterschiedlichkeit der Wertesysteme zur gegenseitigen Abgrenzung. Europa ist sich nicht nur näher gekommen, es ist sich auch fremd geworden. Wie spiegelt sich diese Situation im realen Leben der Menschen links und rechts der EU-Außengrenze wieder?
In Weißrussland liegt der letzte große Urwald Europas, die Beloweschskaja Puschtscha. Uralte Holzhäuser in Podlachien sind die Leidenschaft eines polnischen Bauunternehmers, hochmoderne Supermarktmöbel baut man in einem polnisch-ukrainischen Joint Venture, polnische Grenzdörfer sind dem Verfall preisgegeben, und eine Lemberger Kneipe stellt sich auf bizarre Weise der ukrainischen Vergangenheit. Die EU-Außengrenze bestimmt den Reiseweg von Norden nach Süden. Städte, Dörfer und Landschaften mit ihren Menschen links und rechts des Weges sind die Stationen der Reise.
Ein Film von Christian Klemke
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 12.07.2016 um 23:15 Uhr auf RBB.