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45 Jahre Polizeiruf 110

Eine Erfolgsstory
Montag, 11.07.2016 22:15 Uhr
RBB
Montag
11.07.2016
22:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Am 27. Juni 1971 gingen Oberleutnant Fuchs und Leutnant Vera Arndt im DDR-Fernsehen erstmals auf Verbrecherjagd. Fuchs, der Maigret des Ostens: Überblick, Durchblick, Weitblick. Ein klug kombinierender und kompromissloser Planer und Leiter im Klassenkampf gegen das Verbrechen.
In direkter Konkurrenz zum ebenfalls neuen westlichen "Tatort" gehören Fuchs und Genossen nicht zu den schillernden Krimi-Figuren à la Schimanski. Sie sind auffallend normal, vermitteln Sicherheit und Korrektheit. Sie arbeiten stets nach Dienstvorschrift, sind passionierte Nichtraucher und natürlich strenge Anti-Alkoholiker. Verbrechensbekämpfung im Sozialismus ist Kollektivarbeit!
Die Reihe wird schnell zum Straßenfeger. Die Delikt-Palette: Diebstahl, Versicherungsschwindel, Raub und Totschlag, Sexualverbrechen und manchmal auch Mord. Es sind meist keine brutalen Gangster und kaltblütigen Mörder gegen die ermittelt wird, auch rauben, vergewaltigen oder töten auffallend selten Vertreter der "herrschenden Arbeiterklasse". Immerhin thematisiert man auch Konflikte, die sonst im DDR-Fernsehen selten oder gar nicht zur Sprache kamen. "110" ein Spiegel der DDR-Gesellschaft?
Auch nach der Wende 1989 orientierte sich der "Polizeiruf 110" an den Ereignissen der Zeit. Am 22.12.1991 lief der letzte Polizeiruf im DDR-Fernsehen. Drei Jahre später starteten MDR und ORB im Ersten mit neuen Geschichten und neuen Gesichtern. Inzwischen gehört "Polizeiruf 110" nicht nur zu den traditionsreichsten, sondern auch zu den erfolgreichsten deutschen Krimireihen.
Die Dokumentation fahndet nach dem Besonderen dieses Krimi-Evergreens: Sind es die Themen, die Figuren, die Rollen? Einige der legendären TV-Kommissare zerbrechen sich darüber den Kopf. Aber auch reale Kriminalbeamte, verantwortliche Funktionäre, Autoren und Regisseure kommen zu Wort.
2016 feiert der "Polizeiruf 110" seinen 45. Geburtstag. Die Krimireihe, die am 27. Juni 1971 als Gegenstück zum Tatort ihre Premiere hatte, brachte es im Fernsehen der DDR auf 153 Folgen. Auch die Wendezeit hat die Reihe überstanden. Nach kurzer Pause produzierten neben dem MDR auch andere Rundfunkanstalten neue Folgen der Reihe. Bis heute haben die Kommissarinnen und Kommissare des Polizeirufs über 200 weitere Fälle aufgeklärt.
Der MDR begeht das 45. Jubiläum des Polizeirufs mit einem Programmschwerpunkt. In der Zeit vom 23. Mai bis zum 29. Juni werden über 20 ausgewählte Filme der Krimireihe, eine lange Polizeiruf-Nacht, Dokumentationen und Sondersendungen gezeigt. Auf den Internetseiten des MDR wird das Jubiläum begleitet. Neben vielen Hintergrundinformationen können die Zuschauer dort ihr Polizeiruf-Wissen in einem Quiz testen und, mit etwas Glück, Preise rund um den Polizeiruf 110 gewinnen.
Das Programm der ersten Woche "45 Jahre Polizeiruf 110":

* Di, 24.05., 22.50 Uhr: Polizeiruf 110: Im Alter von ... (DFF/MDR , 2011 rekonstruierte Folge von 1974)
* Di, 24.05., 00.00 Uhr: Der Fall Lisa Murnau (DFF 1971, erste Folge der Reihe)
* Mi, 25.05., 22.05 Uhr: Polizeiruf 110: Mein letzter Wille (WDR, 2004)
* Fr, 27.05., 00.15 Uhr: Polizeiruf 110: Braut in Schwarz (ORB, 2002)
* Mo, 30.05., 20.15 Uhr: Polizeiruf 110: Der Spieler (MDR, 2002)


Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 11.07.2016 um 22:15 Uhr auf RBB.

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11.07.2016 22:15RBB