Viel weiß man bei uns nicht von Uruguay - dem kleinen Nachbarn Argentiniens. Vielleicht noch, dass es gerade mal halb so groß ist wie Deutschland und ein Land mit extrem geringer Bevölkerungsdichte. Es ist aber auch das Land mit dem höchsten Durchschnittsalter Lateinamerikas und einem extrem hohen Grad an Bildung. Vielleicht werden die Menschen hier so alt, weil sie sich eine altmodische Gelassenheit bewahrt haben. Die Hektik großer Metropolen scheint unendlich weit entfernt.
Auf der Estancia de los Plátanos treffen wir Andres und seine Frau Marina. Das Leben in Montevideo haben sie gegen eine Farm mit schier endlosen Weiten eingetauscht. Sie wollen, dass ihre Töchter in diesem natürlichen Umfeld groß werden - auch wenn sie manchmal auf Strom und warmes Wasser verzichten müssen. Auch Daniel Machado könnte sich ein Leben außerhalb seines Dorfes "Cabo Polonio" nicht vorstellen. Die einstige Hippie-Kommune liegt versteckt in den Wanderdünen am Ufer des Atlantiks. Noch heute gilt Cabo Polonio als Paradies für Aussteiger.
Die Reise führt durch ein Land, das durch seine Langsamkeit besticht und dabei kein bisschen langweilig ist.
Autor: Julia Leiendecker\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 03.07.2016 um 08:05 Uhr auf EinsPlus.